Die Deutsche Uhrmacherschule Glashütte

  1878 als Fachschule des Zentralverbandes der Deutschen Uhrmacher 

gegündet.

Die Deutsche Uhrmacherschule ausgangs des 19. Jahrhunderts
Die Deutsche Uhrmacherschule ausgangs des 19. Jahrhunderts

Auf Einladung des Vereins der Berliner Uhrmacher, der an alle deutschen Uhrmacher gerichtet war, fand vom  3. bis 5. September 1876 in Bad Harzburg die erste Deutsche Uhrmacherversammlung statt, an der auch Moritz Großmann teilnahm.

Die Verhandlungen in Harzburg führten zu der Gründung des Zentralverbandes der Deutschen Uhrmacher und zu wichtigen Beschlüssen, wie zum Beispiel, der Gründung von Uhrmacher-Vereinen; bessere und allgemeine fachliche Aus­bildung; Schaffung eines praktischen Lehrbuches zur Anlei­tung von Lehrlingen und Gehilfen; Einführung obligatorischer Gehilfenzeugnisse; Gründung von Fachschulen; Einführung einer zwanglosen Prüfung der selbständigen Uhrmacher; Schaffung einer Reparaturpreisliste für ganz Deutschland und nicht zuletzt die Gründung von Uhrmacherschulen, vorläufig einer Schule in Glashütte. Die Beschlüsse der Bad Harzburger Versammlung von 1876 beinhalten sozusagen den „Zeugungsakt“ der Deutschen Uhrmacherschule, als Fachschule des Zentralverbandes Deutscher Uhrmacher, in Glashütte.

Wie es zur Gründung der Deutschen Uhrmacherschule in Glashütte kam. Teil I 1876
1876 Vorgeschichte zur Gründung der DUS
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Wie es zur Gründung der Deutschen Uhrmacherschule in Glashütte kam. Teil II 1877
1877 Vorgeschichte zur Gründung der DUS
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1878 Bericht über einen Besuch der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte im 1. Jahr ihres bestehens.
1878 Besuch der DUS.pdf
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Karl Moritz Großmann   *  27.03.1826    † 23.01.1885
Karl Moritz Großmann * 27.03.1826 † 23.01.1885

Durch die Beschlüsse der Teilnehmer der Deutschen Uhrmachertagung 1877 in Wiesbaden   wurden die Bestrebungen des anerkannten Uhrmachers und Fabrikanten Moritz Grossmann die Uhrmacherschule, des Zentralverbandes der Deutschen Uhrmacher, in Glashütte baldmöglichst ins Leben zu rufen, unterstützt.  Dazu wurde in Glashütte auch ein Lokaler Ausschuß gebildet, der im wesentlichen den Kern des späteren Aufsichtrates bildete. Die ersten Mitglieder waren neben Moritz Großmann u.a. Richard und Emil Lange, Adolf Schneider, Julius Assmann und der spätere langjährige Direktor der Schule, Ludwig Strasser.

Local-Ausschuss zur Gründung 1877.pdf
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Der erste Aufsichtsrat der deutschen Uhrmacher der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte 1877 und die Verteilung der Verantwortlichkeiten.

Erste Schulordnung für Schüler der DUS 1878

In der Ausgabe der Deutschen Uhrmacher-Zeitung vom 17. Januar 1878 wird vom Aufsichtratsvorsitzenden der in Gründung befindlichen Deutschen Uhrmacherschule Glashütte, Moritz Grossmann, ein Entwurf der 1. Schulordnung mit Erläuterungen zu den Anforderungen an die Vorbildung der zukünftigen Schüler veröffentlicht. In 21 Paragraphen werden die strengen Regeln aufgelistet, die nicht zuletzt die Voraussetzungen für den Aufschwung und die nachhaltigen Erfolge der Schule in den nachfolgenden Jahrzehnten bildeten.
DUS 1. Schulordnung 1878.pdf
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Gäste-Schulordnung
Für Gäste, die die Uhrmacherschule in der Regel nur drei Monate für die Vervollkommnung Ihres Wissen und ihrer Fähigkeiten nutzen wollen, wird eine ergänzende, gesonderte Schulordnung erlassen.
DUS Gästeschulordnung 1878.pdf
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Im Frühjahr des Jahres 1878, noch vor der Eröffnung der Deutschen Uhrmacherschule, erscheint in der englischen Fachzeitschrift „Jeweler and Metalworker" London eine vom spezifisch englischen Standpunkte aus verfasste Besprechung der Errichtung einer Deutschen Uhrmacherschule und ihrer Schulordnung, die sich u.a. auch sehr ausführlich mit den einzelnen Paragrafen der Schulordnung auseinandersetzt und zu einem positiven Urteil kommt.

„Jeweler and Metalworker" London 1878, zur Errichtung einer Deutschen Uhrmacherschule. Gesamttext in der ungekürzten Übersetzung von Moritz Grossmann.
Mittheilungen aus der Ferne DUZ 7,1878S_
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Ende 1879 hatte „Sankt Bürokratius“ auch die neue Fachschule in Glashütte erreicht. Die Bestehende Schulordnung mit 21 Paragrafen musste eine neuen weichen. In 1 ½ Jahren konnte er eine Verdreifachung der Paragrafen auf nunmehr 63 erreichen – eine beachtliche Leistung.

Neue erweiterte Schulordnung 1879
2_ Schulordnung der DUS 1879.pdf
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Die Gründungsfeierlichkeiten fanden mit einem Monat Verspätung am

1. Mai 1878 in Glashütte statt.


Die am 1.April geplante Eröffnung musste verschoben werden, weil der als erste Lehrer verpflichtete Direktor, seine Stelle nicht vorher antreten konnte.

Die festliche Eröffnung der DUS
Mit einer feierlichen Ansprache und den Worten „Und so eröffne ich hiermit, im Auftrage des Central-Verbandes der deutschen Uhrmacher, die erste deutsche Uhrmacherschule ….“, wurde am 1. Mai 1878 im praktischen Lehrsaal der Schule, diese neue,1. Fachschule des Zentralverbandes der Deutschen Uhrmacher, in Glashütte vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates Moritz Großmann eröffnet.
Eröffnung der Dus.pdf
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Am 2. Mai 1878 wird der Schulbetrieb noch ohne eigene Räumlichkeiten in zwei von der städtischen Verwaltung kostenlos in der ersten Etage des neu gebauten Flügel des städtischen Schulhauses zur Verfügung gestellten Räumen mit 10 Schülern und einer Kapazität von 15 Ausbildungsplätzen aufgenommen.

1878 Erste Unterrichtsräumlichkeiten der Schule
1878 Erste Unterrichtsräumlichkeiten der Schule

Finanziert wurde die neu geschaffene Ausbildungsstätte des Zentralverbandes der Deutschen Uhrmacher vorerst durch den Zentralverband, die sächsische Staatsregierung, das zu entrichtende Schulgeld und durch Spenden.

"Eine Reise nach Glashütte zum Besuch der Uhrmacherschule" im Jahr 1878
1878 Eine Reise nach Glashütte zum Besuc
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Zweck und Ausrichtung der Deutschen Uhrmacherschule- Reparateur oder Neuarbeiter! ?

Die Frage, der schwerpunktmäßigen Ausrichtung des Unterrichtsinhaltes und der Zweck der jungen Bildungsanstalt, die ja keine „Glashütter Einrichtung“, sondern die Schule des ebenfalls neu entstandenen Zentralverbandes der Deutschen Uhrmacher war, wird im ersten Jahr ihres Bestehens von den sie mitfinanzierenden Mitgliedern der deutschen Uhrmachervereine kontrovers diskutiert.

 

Anlass war die im November1878 vom Direktor Lindemann im Bericht an den Aufsichtrat geäußerte Auffassung: „Der hauptsächlichste Zweck der Schule muss meiner Ansicht nach sein, theoretisch und praktisch ausgebildete Uhrmacher für die Reparatur zu bilden, nicht, wie in den in der Schweiz und bis jetzt in Frankreich bestehenden Schulen, Arbeiter für die Anfertigung neuer Uhren.“

 

Gab es schon im Gründungsprozess von Seiten des Altonaer und des Hamburger Verbandes Kritik an dem Schulgeldkonzept, so wurde jetzt, vornehmlich von Seiten des Frankfurter Verbandes, die Meinung vertreten, dass sich die Schule mit ihren vom Aufsichtrat  und dem Direktor der Schule getragenen  Konzept inhaltlich von den in Bad Harzburg und Wiesbaden entwickelten Gründungsgedanken entfernt hätte. Die unterschiedlichen Auffassungen werden über Monate hinweg in der Fachpresse kontrovers diskutiert.

Erst auf dem 1. ordentlichen Verbandstag im September 1879 in Dresden wird, nach eingehender Diskussion mit  einem „Salomonischen Beschluss“ des sowohl als auch, die Auseinandersetzung beendet.

Chronologie der strittigen Auseinandersetzung
Schulkonzept1879.pdf
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Berichterstattung der Fachschule

In regelmäßigen Abständen berichtet der Direktor der Schule dem Aufsichtrat über den Verlauf und die Qualität des erteilten Unterrichtes. Dabei werden auch Vorschläge zur Verbesserung des Unterrichtes gemacht. Der Vorsitzende des Aufsichtrates erstattet einmal im Jahr dem Zentralvorstand des Deutschen Uhrmacherverbandes Bericht.

Da nach der Satzung der Schule ein Rotationsprinzip für einen Teil der Mitglieder des Aufsichtsrates gilt, erfolgt bei Entgegenname des Berichtes auch die Bestätigung der neuen Mitglieder des Aufsichtrates und des Vorsitzenden durch den Zentralvorstand des Deutschen Uhrmacherverbandes.

 

Zu den einzelnen Schulberichten gelangen Sie >> hier <<

Die Bauplanung für das 1. Schulgebäude im Jahr 1880

Zu Beginn des Jahres 1880 machen sich die Mitglieder des Aufsichtsrates der Deutschen Uhrmacherschule, unterstützt von Architekten und Baumeistern, daran, einen Bauplan für das zu errichtende Schulgebäude zu erstellen, der allen Erfordernissen einer modernen Lehranstalt genüge tut. Konzeptionell wird von einer Schülerzahl von 70 bis 90 ausgegangen. Neben den Arbeitsräumen wird u.a. an Wohnraum für Lehrer, Schüler und Hausmeister sowie an eine moderne Zentralheizung gedacht. Außerdem hat man vorausschauend bereits bei der Bauplanung auch die Möglichkeit eines Erweiterungsbaues berücksichtigt, der dann 43 Jahre später im Jahr 1923 auch durch die nachhaltige Bauweise entsprechend kostengünstiger realisiert werden konnte. Noch vor der Grundsteinlegung wird der Plan in der Deutschen Uhrmacher-Zeitung den Fachleuten zur Diskussion gestellt und um Verbesserungsvorschläge, vor allem hinsichtlich der Heizungsanlage, gebeten.

Öffentliche Vorstellung des Planungsentwurfes
Der Plan zum Schulgebäude.pdf
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Die Deutsche UhrmacherschuleGlashütte 1881
Die Deutsche UhrmacherschuleGlashütte 1881

1. Ordentlicher Lehrplan der Deutschen Uhrmacherschule 1880

 Zu beginn des neuen Schuljahres am1.Mai 1880 stellt Direktor Lindemann einen neuen, mit dem Ausichtsrat entwickelten, erweiterten Lehrplan  vor.

Lehrplan von 1880
Lehrplan von 1880

1887  - Grossmann-Stiftung

Zum ehrenden Andenken an den am 23. Januar 1885 verstorbenen Kollegen Moritz Großmann begründet der Centralverband der deutschen Uhrmacher an der Deutschen Uhrmacherschule zu Glashütte eine Stiftung, welche den Namen „Grossmann-Stiftung“ trägt.

Stiftungssatzung von 1887 u.1. Änderung v. 1891
1887 Großmann Stiftung Bekanntmachung.pd
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1892 - Hohe Auszeichnung für Ludwig Strasser

Im Dezember 1892 berichte die Fachpresse über eine dem Direktor der Deutschen Uhrmacherschule, Ludwig Strasser,  zuteil gewordene Ehre wie folgt:

„Eine ehrenvolle Auszeichnung ist dem Direktor der Deutschen. Uhrmacherschule zu Glashütte, Herrn L. Strasser, zu Theil geworden. Wie wir soeben erfahren, ist derselbe von der »American Horlogical Society« zu Chicago zum Ehrenmitgliede ernannt worden, — eine Nachricht, die namentlich bei seinen zahlreichen Schülern freudige Theilnahme erregen dürfte.“

Aufsichtsratssitzung der DUS 1892
Einen interessanten Einblick in das gute Verhältnis zwischen dem Zentralverband der Deutschen Uhrmacher und dem Aufsichtsrat der von Ihm gegründeten Deutschen Uhrmacherschule Glashütte bietet ein Bericht, den 1892, der damalige Vorsitzende des Vorstandes des Verbandes, Herr A. Engelbrecht über seine Teilname an einer Sitzung des Aufsichtsrates der Deutschen Uhrmacherschule in Glashütte am 28. April, im Allgemeinen Journal der Uhrmacherkunst am ersten Juli 1892 veröffentlicht.
DUS Aufsichtsratssitzung 1982.pdf
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1903 - Die Jubiläumsfeier der Deutschen Uhrmacherschule

Dem 25-jährigen Jubiläum der Gründung der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte, ist 1903 in der Deutschen Uhrmacher-Zeitung einen mehrseitigen, bebilderten Artikel von Carl Marfels, dem ersten Vorsitzenden des Deutschen Uhrmacherbundes, gewidmet. In diesem Beitrag ging er noch einmal auf die Historie der Entwicklung der Schule ein. Auch die Gründerzeit der Glashütter Uhrenindustrie und ihre Protagonisten wurden dabei gebührend würdigt. Carl Marfels war als Gast zu den Feierlichkeiten geladen und konnte so über den Ablauf der Feierlichkeiten sowie die dabei handelnden Personen aus eigenem Erleben berichten.

Die Jubiläumsfeier der Deutschen Uhrmacherschule
1903 Jubiläum 25 Jahre DUS.pdf
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1903 im 25. Jahr der Gründung der Deutschen Uhrmacherschule wird ein Gedenkstein für Peter Henlein, dem Erfinder der am Körper tragbaren Uhr in Deutschland, eingeweiht.

Einweihung des Henlein Gedenksteins
Einweihung des Henlein Gedenksteins

Auf dem Bild von 1903 von links nach rechts die Lehrer

O. Hesse; H. Rommershausen; Richard Lange, Vorsitzender des Aufsichtsrates; Professor Strasser, Direktor der Schule und die Lehrer G. Hesse sowie G. Lindig

1908 - Einer der alljährlichen, traditionellen Schulausflüge

Lehrer und Schüler vor dem in Bau befindlichen Völkerschlachtdenkmal zu Leipzig

Ausflug der Schüler der Glashütter Uhrmacherschule
Eine schöne Tradition war es bereits 1908, dass die Lehrer der Schule mit den Schülern Bildungsreisen zu interessanten Stätten der Industrie und Kultur, auch in die etwas entfernte Umgebung unternahmen. 1908 wurde in Leipzig u.a. die bekannte Firma Georg Jacob (Furnituren) und die Uhrenfabrik Etzold & Popitz sowie das in Bau befindliche Völkerschlachtdenkmal besucht.
1908 DUS Ausflug Leipzig.pdf
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Verabschiedung des Aufsichtrasvorsitzenden Richard Lange

* 17. Dezember 1845 in Dresden; † 29. Oktober 1932 in Radebeul

Am 1. April 1910 geht der Langjährige Vorsitzende des Aufsichtsrates der Deutschen Uhrmacherschule Richard Lange, ältester Sonhn von Ferdinand Adolf Lange,  in den wohl -verdienten Ruhestand. Er verlässt die Stätte seines langjährigen Wirkens und zieht in eine Villa im klimatisch wärmsten Teil des Elbtales, nach Dresden-Radebeul. Dem Berufstand bleit er als Fachautor und Ehrenvorsitzender des Aufsichtrates der Uhrmacheschule, eng verbunden.

1910 R. Lange verlässt Glashütte.pdf
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Die Abschiedsfeier für
Richard Lange am 1.04.1910.pdf
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Prof. Strasser - 25 Jahre Direktor der Deutschen Uhrmacherschule

1910 - Ehren-Dotation für Prof. Strasser

1910  - Am 1. Mai jährte sich zum 25. male die Berufung, des 1902 zum Professor ernannten Direktors der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte, Ludwig Strasser. Zu Beginn des gleichen Jahres startet die Leitung des Deutschen Uhrmacher-Bundes, in Anerkennung seines unermüdlichen Einsatzes, einen Spendenaufruf, um zum Jubiläum eine Ehren-Dotation für Prof. Strasser ausloben zu können.

Aufruf
Ehren-Dotation für Prof.Strasser.pdf
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Prof. Ludwig Strasser

1910 - Am 1. Mai vor 25 Jahren wurde Prof. Strasser zu Direktor der Deutschen Uhrmacher-schule in Glashütte berufen.

Ein viertel Jahrhundert hat er aufopferrungsvoll seien gewiss nicht einfachen Dienst versehen und sich hohe  Anerkennung in der deutschen Uhrmacheschaft und weit darüber hinaus erworben. Mit Volksschul-abschluss, ohne universitäre Ausbildung, zum einem anerkanntem Professor, eine Kariere, die ihm so leicht keiner nachmachen konnte.

25 jähriges Dienstjubiläum
Prof. L. Strasser.pdf
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Carl Marfeld zum Ehrentag von
Professor Strasser.pdf
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Kommerzienrat Emil Lange *1849   † 7. Oktober 1922
Kommerzienrat Emil Lange *1849 † 7. Oktober 1922

 

 

 

Am gleichen Tage wird sein Bruder, der Uhrenfabrikant und Inhaber der Firma A. Lange & Söhne, Kommerzienrat Emil Lange als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte berufen.

Das alte Glashütte und seine Uhrmacherschule

Werbeanzeige im Deutschen Uhrmacher-Kalender 1914
Werbeanzeige im Deutschen Uhrmacher-Kalender 1914
Original Werbeprospekt der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte von 1914 mit einer Auflistung nach sozialer Herkunft, Nationalität sowie der Anzahl aller Schüler seit der Gründung der Schule.
Enthalten sind ebenso Angaben zum Zweck und Lehrziel, Lehrmittel, Einrichtungen, Unterrichtsgegenständen, Aufnahmezeit, Dauer der Ausbildung und den Gesamtkosten.
DUS Werbung von 1914.pdf
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Ein Zeitdokument aus der "Blütezeit" der DUS unter ihrem Direktor Ludwig Strasser vor Ausbruch des 1. Weltkriegs.

Das alte Glashütte und seine Uhrmacherschule
Alfred Helwig veröffentlichte seinen 3-teiligen Bericht über Glashütte und seine Uhrmacherschule im Jahre 1970 in der Fachzeitschrift "Uhren und Schmuck" Heft 10, 11, u.12
Teil 1.pdf
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Teil 2.pdf
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Teil 3.pdf
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 Am 12. August 1917 verstarb Professor Ludwig Strasser.

Todesanzeige in der Deutschen Uhrmacher-Zeitung vom16. August 1917
Todesanzeige in der Deutschen Uhrmacher-Zeitung vom16. August 1917
Biographie des nach 38 jähriger Lehrtätigkeit nach schwerer Krankheit am 12. August 1917 in Dresden verstorbenen Direktors der Deutschen Uhrmacherschule Professor Ludwig Strasser.
Prof_ Ludwig Strasser Biographie.pdf
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In der am 30. Januar 1920 stattgefundenen Sitzung des Stiftungsrates der Schule wurden zwei wesentliche Punkte, die für die weitere Entwicklung der Lehranstalt sehr wichtig waren, beraten und entschieden. Zu einen ging es um den Erweiterungbau der Schule und zum Anderen um die entscheidung, wer in Zukunft der Schule als Direktor vorstehen sollte.

1920 Sitzung des Situngsrates der Deutschen Uhrmacherschule
Stiftung DUS AJU Nr. 5 v. 1. März 1920 S
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Auf Antrag von Direktor Dr. Giebel beschloß der Stiftungsausschuß der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte (Sa.), in seiner Sitzung vom 20. Januar 1921,  dem Namen der Schule den Zusatz „Höhere Fachschule für Uhrmacherei und Feinmechanik“ hinzuzufügen.

Ab Ostern 1921 war dann die Gewerbeschule Glashütte der Uhrmacherschule angegliedert.

                                                                                                         

1921 DUS erhält eine Namensergänzung.pdf
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Das letzte Bild der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte vor dem Umbau 1923
Das letzte Bild der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte vor dem Umbau 1923

1923 - Die Erweiterung der Deutschen Uhrmacherschule

1923 wir in der Fachpresse über die Gründung einer „Vereinigung zur Förderung der Deutschen Uhrmacherschule“ mit Sitz in Glashütte berichtet. Ziel der Vereinigung war es, die Schule bei der Entwicklung der wirtschaftlichen Voraussetzungen zur freien Entfaltung ihrer Kräfte zu unterstützen.
1923 Sonderdruck DUZ.pdf
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1924 - Neue Gehilfen- und Meisterprüfungsordnungen für das Uhrmachergewerbe

Auf der 4. Reichstagung der Uhrmacher im August 1924 wird eine neue Gehilfen- und Meisterprüfungsordnungen für das Uhrmachergewerbe kontrovers und ausgiebig diskutiert.
Die Prüfungs-Ordnungen wurden mit allen gegen die Stimmen der Kieler Uhrmacher, die einen besonderen Antrag eingebracht hatten, angenommen. Sie Regeln die grundlegenden Anforderungen, die an die angehenden Gehilfen bzw. Meister in Theorie und Praxis gestellt werden.
Gehilfen- und Meisterprüfungsordnungen19
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1925 - 1. Fortbildungskurs für Gewerbe- und Berufsschullehrer

Erstmals wurde an der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte im Januar 1925 mit großem Erfolg ein Fortbildungskurs für Gewerbe- und Berufsschullehrer an Uhrmacherfachklassen durchgeführt. Über Form, Inhalt und Fortführung dieses Kurses wird in der Fachpresse eingehend berichtet.
Fortbildung für Berufsschullehrer an de
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Schulgeldfreistelle an der Glashütter Uhrmacherschule 

 

Die 1877 gegründete altehrwürdige sächsische Furniturenhandelsfirma Georg Jacob G.m.b.H. in Leipzig ermöglichte es 1928, im 50. Jahr ihres Bestehens, mit der Georg-Jacob-Jubiläums-Stiftung, dass begabte junge Menschen, die das Zeug, aber nicht das Geld hatten sich ein Ausbildung an der Deutschen Uhrmacherschule leisten zu können, doch noch den Uhrmacherberuf erlernen können.

Dazu schriebt die Uhrmacher- Woche 1928 in ihrer Nr. 39 auf Seite 644 Folgendes:

 

„Die durch die Georg-Jacob-Jubiläums-Stiftung geschaffene Schulgeldfreistelle auf der Deutschen Uhrmacherschule in Glas­hütte i. Sa., die durch den Zentralverband verliehen wird, ist in diesem Jahre an den Schüler Emil Reichard, Sohn des Uhrmachermeisters Karl Reichard, Wesermünde-G., Borries­straße l, verliehen worden. Die Verleihung dieser Schulgeld­freistelle bedeutet für den Betreffenden eine besondere Aus­zeichnung, da sie nur gut befähigten Schülern oder Angehöri­gen des Faches verliehen wird, die zu der Hoffnung berechtigen daß sie einst wertvolle Kräfte für das Uhrmachergewerbe werden Zentralverband der Deutschen Uhrmacher E. V.“

 

Dass der Uhrmacher, der seine Kariere diesem Sponsoring verdankt, seine Furnituren natürlich von der Firma Georg Jacob bezogen hat, darf als sehr wahrscheinlich angesehen werden. So haben beide einen nachhaltigen Nutzen von dieser durch die Firma Jacob getätigten Zukunftsinvestition.

Es ist also durchaus nichts Neues, wenn gerade heute wieder von der Politik für ein solches Sponsoring bei der Wirtschaft geworben wird.

Informationen zur Bedeutung und dem Wirken der traditionsreichen Firma Georg Jacob G.m.b.H. in Leipzig und die Unterstützung für Schüler der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte.
Furniturenfirma Georg Jacob Leipzig.pdf
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1927 - Fünfundzwanzigjähriges Lehrerjubiläum von Stu­dienrat H. Romershausen

„H. Romershausen wurde am 24. November 1864 in Salzungen als Sohn eines Apothekers geboren, besuchte zunächst die Bürgerschule seiner Heimatstadt, dann das Realgymnasium in Eisenach, das er mit der Berechtigung zum Einjährigen-Freiwilligen-Dienst verließ.

Von 1883 bis 1886 besuchte er die Deutsche Uhrmacherschule in Glas­hütte und war nach seiner Militärzeit in verschiedenen Be­trieben für elek­trische Meßinstrumente und im

elek­trischen Signal­wesen tätig.

Nach siebensemestrigem Studium an der Technischen Hoch­schule in Darmstadt war er bei der Firma Emanuel Berg im Signalwesen, für Schiffsmaschinen- Telegraphen. Sicherung gegen Feuer, Wasser und Ein­bruch beschäftigt, darauf bei Schmidt & Schulz in Berlin,

die elektrotech­nische Apparate und Thermostaten herstellte. Nach vor­übergehender selbständiger Tätigkeit in Glashütte wurde er Vorlesungs-Assistent bei Professor Lenard am Physi­kalischen Institut der Universität Kiel. Seit dem 1. April 1902 unterrichtete er an der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte als Lehrer für Theorie, hauptsächlich in Mathe­matik, Physik, Elektrotechnik und Zeichnen. Von 1917 bis 1920 leitete er nach der Erkrankung und dem bald darauf folgenden Tode von Prof. Strasser die Schule und über­nahm den gesamten theoretischen Unterricht. Im Jahre 1922 wurde er zum Studienrat ernannt und unternahm bald darauf die Bearbeitung des inzwischen weit verbreiteten Buches

„Das Fachrechnen des Uhrmachers".

Die offizielle Schulfeier dieses Jubiläums wurde mit der Schul-Abschlußfeier am 29. April verbunden und hier gedachte Schulleitung und Lehrerschaft ihres geschätzten Mitarbeiters in ehrender Weise.

Die Jubiläumsfeier zeigte, welcher allseitigen Verehrung sich Studienrat Romershausen erfreuen kann. Die Schüler­vereinigung Saxonia, von deren Aktivitas der Jubilar Ehren­mitglied ist, ehrte ihn an seinem Jubiläumstage durch einen Fackelzug. Groß war auch die Zahl der Anerkennungen durch Wort, Schrift und Blumenspenden. Schaffensfroh und unermüdlich hilfsbereit und humorvoll steht er bei all den Schüler-Generationen, denen er ein sorgsamer Lehrer und Führer war, in dankbarem Gedächtnis.“

Die Deutsche Uhrmacherschule nach 1945 und in der DDR

Würdigung des Schaffens von Dr. Giebel in der Neuen Uhrmacher-Zeitung anlässlich seines 70. Geburtstages am 27. April 1949
Dr. Giebel zum 70. Geburtstag.pdf
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Nachruf aus der Neuen Uhrmacher-Zeitung Ausgabe 7/1950
In memoriam Dr. Karl Giebel.pdf
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Alfred Helwig, langjähriger Lehrer und Kollege, würdigt 1950 in einem lesenwerten und sehr persönlichen Nachruf die Lebensleistung des Direktors der Deutschen Uhrmacherschule Dr. Giebel in den vergangenen drei Jahrzehnten. Er vermittelt anhand von Beispielen und Episoden aus dem Leben und Wirken einen Blick auf die Person, den Vorgesetzten, Kollegen und Menschen Dr. Giebel, seine Grundsätze und Visionen für die zukünftige Entwicklung der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte.
Alfred Helwig zum Tod von Dr.Giebel.pdf
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Eine chronologische Übersicht fachliterarischer Arbeiten von Oberstudienrat Dr. Karl Giebel finden Sie >> hier <<.

Bereits 1950 erfolgte in der DDR erneut eine Umstrukturierung der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte zur "Fachschule für Feinmechanik und Uhrentechnik Glashütte" sowie ab 1951 zur "Ingenieurschule für Feinwerktechnik Glashütte (Sachs.),"

 

In der anlässlich der 450 Jahrfeier der Stadt Glashütte,1956 im Eigenverlag herausgegebenen Jubiläumsschrift "Das War und das ist unser Glashütte",  wird  von Dr. Ing. Paul Schreiber die erste geschichtliche Darstellung der ehemaligen Deutschen Uhrmacherschule aus Sicht der damals erst seit sieben Jahren existierenden DDR geschildert.

Die Ingenieurschule für Feinwerktechnik
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Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, stellt den derzeitigen Kenntnisstand dar und wird, wenn neue verifizierbare Erkenntnisse vorliegen, entsprechend ergänzt.

Literatur:

  • Deutsche Uhrmacher-Zeitung 1877 Nr.18 S. 121
  • Deutsche Uhrmacher-Zeitung 1878 Nr. 2. S. 8-9
  • Deutsche Uhrmacher-Zeitung 1878 Nr. 6. S. 40-42
  • Deutsche Uhrmacher-Zeitung 1878 Nr. 7. S.49-50
  • Deutsche Uhrmacher-Zeitung 1878 Nr. 10. S. 79-81
  • Deutsche Uhrmacher-Zeitung 1885 Nr. 21 S.157-158
  • Deutsche Uhrmacher-Zeitung 1900 Nr. 17 S. 219
  • Deutsche Uhrmacher-Zeitung 1902 Nr. 9 S. 147
  • Deutsche Uhrmacher-Zeitung 1906 Nr. 20 S. 318
  • Deutsche Uhrmacher-Zeitung 1908 Nr. 14 S. 219 ff.
  • Deutsche Uhrmacher-Zeitung 1910 Nr. 8 S.129
  • Deutsche Uhrmacher-Zeitung 1910 Nr. 11 S.186
  • Saxonia Berichte von 1904 - 1925
  • Fachzeitschrift "Feinmechanik und Optik" Heft 6/1956 S.176
  • Glashütte und seine Uhrmacherschule; Autor Alfred Helwig in der Fachzeitschrift "Uhren und Schmuck" 1970 Heft 10, 11, u.12
  • Uhrmacher-Woche 1927 Nr. 18 S. 291
  • Deutsche Uhrmacher-Zeitung 1925 Nr.19 S. 366-368
  • Deutsche Uhrmacher-Zeitung 1940 Nr.13 S. 90
  • Deutsche Uhrmacher-Zeitung 1940 Nr.17
  • Deutsche Uhrmacher-Zeitung 1940 Nr.18 S. 123-124
  • "1506-1956 Das war und das ist unser Glashütte" 1956 Eigenverlag der Stadt. S. 117-119
  • Glashütte Sachsen - 1506 bis 2006 500 Jahre Stadtgeschichte, Autorengemeinschaft Eigenvertrieb Stadtverwaltung Glashütte ISBN: 3-937951-31-8

Aktualisiert 19.05.2013

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild  mit Video hinterlegt
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