C. H. Wolf Werkstätten für Präzisionsmechanik gegründet 1868

Carl Heinrich Wolf wurde 1844 in Reinholdshain bei Dippoldiswalde geboren.


In Glashütte besuchte er die Volksschule.

 

Die Lehre absolvierte er dann beim  „alten Kunath".

Zeichen­unterricht nahm er unter Moritz Großmann, wo seine Befähigung für konstruktives Arbeiten entdeckt und gefördert wurden.

 

1868, mit 24 Jahren, machte er sich selbständig und gründete die Firma C. H. Wolf Werkstätten für Präzisionsmechanik Glashütte i.Sa.

Diese Firmenwerbung stammt aus dem Jahr 1904

 

Nach den großen Bränden in Glashütte gegen Ende der 1860er Jahre erbaute er schräg gegenüber der Deutschen Uhr­macherschule, dem heutigen Uhrenmuseum Glashütte, neue Werkstätten für seinen Betrieb.

 

Zur Standortansicht  kommen Sie >> hier <<

 

  Gefertigt wurden in den Wolffschen Werkstätten u.a.

  • Uhr- und Laufwerke aller Art so z.B.
  • Präzisionslaufwerke für Lehr- und Versuchsanstalten und techn. Hochschulen,
  • starke Uhrwerke für Leuchttürme und Pano­ramen
  • Morseapparate,
  • Drehwerke für Zentrifugen,
  • Registrier- und Automatenwerke,
  • Zählwerke für Gas-, Wasser- und Elektrizitäts­messung

C. H. Wolf war auch die einzige Firma in Glashütte, die damals bis in die 1880er Jahre hinein Turmuhren und Fabrikuhren anfertigte.

 

Deutsche Uhrmacher-Zeitung 1883

 

1900, zur Jahrtausendwende, legte Carl Heinrich Wolf die Geschicke der Firma in die Hände seines Sohnes Georg Wolf.


Firmenwerbung 1925

 

 

1922, im hohen Alter von 77 Jahren, erwarb der Gründer der Firma, C. H. Wolff, in Gemeinschaft mit seinen beiden Söhnen


die 1854 gegründete Fabrik für Fein­mechanik von Otto Lindig, die dann unter der


Firma „Liwos", Otto Lindig Nachfl. C. H. Wolf und Söhne, weitergeführt wurde.

Werbung in der Deutschen Uhrmacher-Zeitung 1928

Am 26. Juni 1925, im Alter von fast 81 Jahren, starb Carl Heinrich Wolf in Glashütte (Sa.). Einer der Hauptpioniere der Glashütter fein­mechanischen Industrie hatte sein arbeitsreiches Leben vollendet.

1951 gehörte die Firma Liwos zu den Betrieben der Glashütter Uhren- und Feinmechanischen Industrie, die in den VEB Glashütter Uhrenbetriebe (GUB) integiert wurden.

Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, stellt den derzeitigen Kenntnisstand dar und wird, wenn neue verifizierbare Erkenntnisse vorliegen, entsprechend ergänzt.

Literatur:

  • Deutsche Uhrmacher-Zeitung 1925 Nr. 28 S. 577
  • Saxonia-Bericht  1904 Ausgabe Nr.1.
  • Saxonia-Bericht  1925 Ausgabe Nr. 24 
  • Lexikon der Deutschen Uhrenindustrie 1850 - 1980 : Firmenadressen, Fertigungsprogramm, Firmenzeichen, Markennamen, Firmengeschichten; Autor: Hans Heinrich Schmid; Herausgeber: Förderkreis Lebendiges Uhrenindustriemuseum e.V.; ISBN 3927987913
  • Glashütte Sachsen - 1506 bis 2006 500 Jahre Stadtgeschichte, Autorengemeinschaft Eigenvertrieb Stadtverwaltung Glashütte ISBN: 3-937951-31-8
  • Glashütter Armbanduhren II; Autor: Kurt Herkner; Herkner Verlags GmbH; ISBN 3-924211-06-X
  • „Die Entwicklung der Glashütter Uhrenindustrie“  Autor Ing. Helmut Klemmer u. Edith Klemmer Fachzeitschrift: Uhren und Schmuck 1/1979 bis 4/1980 

 

Aktualisiert 20.05.2012

Uhrenmuseum Glashütte (mit einem Video hinterlegt)

Google Übersetzer

Ankergang Ankergang

Besucherzähler

Counter