Firmensitz: Glashütte, Altenberger Strasse 18
Die 1883 in der Schweiz gegründete „Schweizerische Uhrmacher-Corporation“, die 1900 in „Union Horlogère“ umbenannt wurde und auch eine Niederlassung in Berlin und Frankfurt hatte, gründete 1909 in Glashütte die Präcisions-Uhrenfabrik Alpina Glashütte G. m. b. H..
Verbindungen nach Glashütte gab es schon lange, da auch die alteingesessene Glashütter Firma Assmann bis 1904 mit „Union Horlogère“ kooperierte und Schweizer Rohwerke einführte um sie in Glashütte zu verbessern, dann aber doch preiswerter auf dem Markt anbieten zu können.
Um den Absatzmarkt zu erweitern, wollte man sich auch im Präzisionsuhrensektor etablieren. Namhafte Schweizer Uhrenhersteller waren an der „Union Horlogère“ nicht beteiligt und insofern bot sich Glashütte als etablierter Standort für den Präzisionsuhrenbau geradezu an.
Die Schweizer Rohwerke wurden in Glashütte mit einer Glashütter Gangpartie, Schwanenhalsfeinregulierung und in der besten Qualitätsstufe auch mit Diamantdeckstein für das Unruhlager, wie bei dem rechten Werk zu sehen, vollendet.
M u r e n s t o c k
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Die „Union Horlogère“ hatte nun neben den Fertigungsstandorten Genf, Biel, und Besançon für Uhren des mittleren Preissegmentes in Glashütte eine Produktionsstätte für den Präzisionsuhrenbau. Die Werke der Alpina basierten in der Regel auf Schweizer Importen, die u.a. mit Glashütter Gangteilen und Schwanenhals Feinregulierung ausgestattet worden sind. Die erste Alpina Taschenuhr mit Glashütter Ankerhemmung die Chronometeranforderungen erfüllte wurde 1912 gefertigt. 1913 kam ein 21’’ Marinechronometer für die Deutsche Marine hinzu.
Vermutlich war der kaufmännische Erfolg der Firma für die Firma A. Lange & Söhne Anlass einen Prozess wegen der Verwendung des Namens „Glashütte“ für die Uhren der Präcisions-Uhrenfabrik Alpina anzustrengen (siehe dazu Glashütte Regel). Nach Beginn des 1. Weltkrieges wurde der Prozess ohne Urteil 1915 eingestellt. Die durch den 1. Weltkrieg bedingten Restriktionen im Waren- und Geldverkehr zwischen der neutralen Schweiz und Deutschland schwächten das junge Unternehmen erheblich. Die 1917 ebenfalls kriegsbedingt erfolgte Aufspaltung der "Union Horlogère" in die Alpina Deutsche Uhrmacher-Genossenschaft G.m.b.H in Berlin für Deutschland und die Union Horlogère SA in Biel für die Schweiz schwächten das Unternehmen zusätzlich. Da die Nachfrage nach den Uhren der Präcisions-Uhrenfabrik Alpina Glashütte G. m. b. H. nach Kriegsende immer mehr zurückging, wurde die Firma 1922 geschlossen.
Am 17. Juli 1922 ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Lauenstein eingetragen: Firma Glashütter Präzisions-Uhrenfabrik "Alpina" Union
Horlogère Glashütte Sa. G.m.b.H. ist aufgelöst.
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