Weitere Firmen der Glashütter Uhrenindustrie

ab 1848

Von den auf dieser Seite genannten Firmen liegen zur Zeit, außer den nachfolgend aufgeführten Informationen (in der Regel Werbmaterial), keine ausreichenden Informationen vor, die eine eigene Seite mit interessanten Informationen ausfüllen könnten.

Dessen ungeachtet waren sie zumindest zu einem großen Teil ein wichtiger Bestandteil der von Adolf Lange begründeten "Glashütter Hausindustrie", oder haben sich daraus entwickelt.

Meist waren es kleinere Werkstätten, die Uhren, einzelne Uhrenbestandteile, Baugruppen oder Spezialwerkzeuge für die Uhrenfertigung herstellten.

Auf alle Fälle waren sie immanenter Bestandteil der Glashütter Uhrenindustrie, ohne die Glashütte nicht das geworden wäre, was es ist: Eine Stadt in der die Zeit lebt.

Kleinunternehmen der Glashütter Uhrenindustrie

Am Beispiel des Glashütter Kleinunternehmers Theodor Böttner gibt der nachfolgende  Beitrag einen interessanten Einblick in die in Glashütte, neben den etablierten Firmen wie z.B. A. Lange & Söhne, J. Assmann, Strasser & Rhode und Union,  um die Jahrhundertwende 1900 vorhandene Klein- und Kleinstindustrie auf dem Uhren- und feinmechanischen Sektor. Von solchen Kleinbetrieben werden bis 1914, dem Beginn des 1. Weltkrieges, oft nur eine geringe Anzahl auch qualitativ hochwertiger Glashütter Präzisionstaschenuhren gefertigt, die aber keine wirkliche Konkurrenz für die größeren Firmen darstellten.

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Georg Gesing - Werkstatt für komplizierte Uhren

Im Originalzustand erhaltene, 18-linige Glashütter Präzisionstaschenuhr; gefertigt vom Glashütter Uhrmacher Georg Gesing um 1900

Georg Gesing war 1893 bis 1894 Schüler an der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte. Er betrieb bis 1904 in Glashütte zuerst eine kleine Reparaturwerkstatt für komlizierte Uhren, in der er später auch im bescheidenen Umfang Glashütter Präzisionstaschenuhren fertigte. Die Teile für diese Uhren stammen,  da er als Kleinunternehmer über keine eigenen Rohwerkefertigung verfügte, aus dem Glashütter Verlagssystem. 1905-1907 war er als Betriebsleiter bei der Uhrenfabrik Gebr. Thiel in Rula  beschäftigt. Ab 1907 war er als Nachfolger von F.W. Brandt in Delmenhorst selbständiger Uhrmachemeister, der auch Lehrlinge ausbildete. Zu Beginn der 1920er Jahre war Georg Gesing Vorstand, Direktor und Leiter der Rohwerkefertigung der Deutschen Präzisionsuhrenfabrik Glashütte Sa. e.G.m.b.H. Glashütte. Nach dem Konkurs der Präzision ging er 1926/27 als Filialleiter der Uhrenfabrik Gebr. Thiel Ruhla nach Meiningen, wo er 1939 noch in gleicher Stellung tätig war.

Weitere Firmen

Es handelt sich bei der Vorstellung um eine reine Aufzählung ohne Wertung und Anspruch auf Vollständigkeit. Ein zeitliche Chronologie wird zwar angestrebt ist, aber wegen unzureichenden Informationsmaterial nicht gewährleistet.

Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, stellt den derzeitigen Kenntnisstand dar und wird, wenn neue verifizierbare Erkenntnisse vorliegen, entsprechend ergänzt.

Aktualisiert 20.05.2012

Uhrenmuseum Glashütte (mit einem Video hinterlegt)

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