Bereits seit 1880 wurden bei A. Lange & Söhne Taschenuhren mit Chronometerhemmung in Kleinstserien von weniger als 10 Stück gefertigt. Bis 1891 hatten diese Chronometer einen Antrieb über Kette und Schnecke. Mit der patentierten Wippe von Richard Lange wurden nach 1891 auch Chronometer mit großer mit Goldschrauben versehener Kompensationsunruh und frei schwingender Spirale mit zwei Endkurven gefertigt. Die Chronometer waren geprüft und besaßen u.a. einen entsprechenden Gangschein der Seewarte Hamburg oder der Sternwarte Leipzig. In den folgenden Jahren wurden weitere Chronometerausführungen mit Werkdurchmessern von 45 bis 50 mm (Durchmesser in mm = Kaliber) entwickelt und für die verschiedensten wissenschaftlichen, nautischen und militärischen Zwecke offen (Lepine) oder als Savonette gefertigt.
Ausführungsvarianten:
Mit exzelenten, ausführlich beschriebenen Bildern und Videoklips zeigt Uhrmachermeister Steffen Pahlow die Restauration des Glashütter Ankerchronometers Nr. 63778, welches im Jahr 1915 von A. Lange & Söhne in 1a Qualität, in einem 18-karätigen Goldgehäuse "Lucia" gefertigt und an die Firma Hirsch in Dresden für 596,- Mark verkauft wurde.
Mit freundlicher Genehmigung von Steffen Pahlow, können sie diese Arbeit >> hier << sehen.
Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, stellt den derzeitigen Kenntnisstand dar und wird, wenn neue verifizierbare Erkenntnisse vorliegen, entsprechend ergänzt.