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Glashütter Präzisions-Taschenuhr im offenen 800er Silbergehäuse.
Ein Uhrwerk mit bewegter Geschichte. Von der Entstehung in der Weimarer Republik über das 3. Reich, die Sowjetische Besatzungszone, die DDR in das wiedervereinte Deutschland.
Bei dem Savonette Rohwerk handelt es sich um das von Hugo Müller entwickelte, körnig vergoldete Messingwerk Kaliber 2 der Deutsche-Präzisionsuhr "Original Glashütte" mit dem Werkdurchmesser von 43 mm. Ausgestattet ist die Glashütter Präzisionsuhr mit einem Schwarz lackierten Metallzifferblatt mit weissen, nicht leuchtenden, polierten Stahlzeigern. 16 Steine, Mittelstein im 3-fach geschraubten Goldfutter, bimetallische Kompensationsunruh, Breguet-Spirale, Glashütter Sonnenschliff auf Kron- und Sperrrad. Die Anordnung der Zeiger: Grosser Minutenzeiger aus der Mitte, kleiner Sekundenzeiger rechts, kleiner Stundenzeiger links. Das Rohwerk stammt aus der 1926 von der Uhrenrohwerke-Fabrik A G Glashütte übernommenen Konkursmasse der Deutschen-Präzisionsuhren-Fabrik e. G. m. b. H. Glashütte.
Vollendet wurde die Uhr erst nach der am 20. April 1948 erfolgten Verstaatlichung der Firma A. Lange & Söhne, als Bestandteil einer kleinen Serie gleicher Modelle, am 31.12.1948, durch VEB Mechanik Lange & Söhne. Der Preis dieser Uhren war im Mai 1949 mit 500,- DM festgesetzt worden. Aus Datum und Währung (Wärungsreform1948) kann auf einen Aufrag aus der Bundesrepublik geschlosen werden. Teile der Serie wurden aber in Einzelstücken bis 1953 auch in der DDR verkauft. Die gezeigte Uhr z.B. am 30.06.1953 an die Deutsche Handelszentrale Halle (DHZ). Dort verliert sich vorerst ihre Spur. Es ist nicht auszuschließen, dass sie dann an den damaligen Obermeister der Uhrmacherinnung des Bezirkes Halle verkauft wurde. Heute ist die im Originalzustand erhaltene und hervorragend gepflegte Uhr Bestandteil in einer privaten Sammlung.
Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, stellt den derzeitigen Kenntnisstand dar und wird, wenn neue verifizierbare Erkenntnisse vorliegen, entsprechend ergänzt.