Originale Artefakte zur Firmengeschichte

Sinn und Zweck dieser Seite

Auch heute noch tauchen imm einmal wieder scheinbar unbedeutente originale Artefakte aus der langen Firmengeschichte der Firma A. Lange & Söhne auf. Als Einezelstück finden sich da oft nur kleine Details, wie Jahreszahlen, Personen, Sachverhalte, die aber in einem größeren Zusammenhang in Bezug auf die Firmengeschichte durchaus in Verbindung mit anderen bereits bekannten Tatsachen, neue Erkenntnisse zu Tage fördern können, oder sogar dabei helfen können, unpräziese bzw. falsche Darstellungen zu korrigieren.

Restaurierungsschritte für eine Glashütter Taschenuhr der Firma A. Lange & Söhne

Restauriert und dokumentiert von Steffen Pahlow

1883

Rechnung
Rechnung

Gangschein der Deutschen Seewarte Hamburg

ALS Taschenuhr Nr. 44013

vom 20. November 1900

1900

Glashütte i. S. den 19. Juni 1900
Lieber Bruder. Betreffs der Radwelle für die Mühle theile ich dir mit, daß Bruno Klotz eine solche, neu, ausfindig gemacht hat, die zwar ein wenig kürzer als die alte ist, aber nach Versicherung des Zeugarbeiters, sehr gut zu verwenden geht, die Welle soll, bis an Ort und Stelle gebracht, 200 MK kosten. Richard fand dies zu hoch, er ist abgereist und hat nichts weiter hinterlassen. Nun drängt aber, wie B. Klotz meint es sehr, daß diese Arbeit jetzt, bei dem schwachen Betrieb, gemacht wird, auch hat der Verkäufer der Welle nur 14 Tage Bedenkzeit zugestanden und bitte ich dich hierüber Deine Entscheidung baldigst zu treffen. Hier geht es soweit gut. Die mechanische Werkstatt ist wieder am alten Ort. A Vogel fand jedoch keinen Gefallen an meinem Contract und hat wieder ins Souterain runtergeräumt. Franz Sommer hat die beiden Pfeilerplatten 37 u. 45 gr. Unruh eingepaßt jedoch noch nicht vollendet ( Theilung fehlt noch ) 39er Größe glaubt er kaum noch anbringen zu können.
Sonst alles wohl. Herzlichen Gruß Dir und Otto auch von Bertha. Dein tr. Bruder Adolph

1904

Rechnung von 1904
Rechnung von 1904

4. September 1909 Schreiben vom

Kgl. Kommerzienrat Emil Lange an das Deutsche Museum München

1924

1934

Junghans_Werke in Gehäusen der Firma A. Lange & Söhne
Junghans_Werke in Gehäusen der Firma A. Lange & Söhne

1948 Weber & Baral  - Metallzifferblätter auch für Glashütter Uhren

Ein Einschreiben durch den "Eisernen Vorhang" zu ungewöhnlicher Zeit

Das Einschreiben, das dieser hier abgebildete Briefumschlag enthielt, wurde unmittelbar nach der am 20. April 1948 erfolgten Sequestration der Firma A. Lange & Söhne von dieser am 23. April aus der Sowjetischen Besatzungszone an Firma Weber & Baral nach Pforzheim in die Amerikanische Besatzungszone gesendet. Von wem und mit welchem Inhalt ist bisher nicht bekannt.

Eine Kontaktaufnahme mit dem „Klassenfeind“ durch die oder mit Wissen (oder auch nicht) der neuen Betriebsführung mitten im 1947 begonnenen Kalten Krieg zu der damaligen Zeit ein recht ungewöhnlicher und aus heutiger Sicht zumindest bemerkenswerter Vorgang; zumal Pforzheim zeitnah die Zufluchtsstelle und ein neuer Firmensitz für die Familie Lange wurde.

In diesem Zusammenhang macht es Sinn, den von Kurt Herkner in seinem Buch "Glashütter Armbanduhren" aufgeworfenen Fragen zu dem Vorgang der "Enteignung" erneut nachzugehen.

1941 Ein kleiner, aber interessanter Einblick in die geschäftliche Praxis.

Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, stellt den derzeitigen Kenntnisstand dar und wird, wenn neue verifizierbare Erkenntnisse vorliegen, entsprechend ergänzt.

Aktualisiert 25.02.2017

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild  mit Video hinterlegt
Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild mit Video hinterlegt

Google Übersetzer

Ankergang
Ankergang

Besucherzähler

Counter