Kurtz Kaliber 251

Herstellung: 1948 - 1953
Werkdurchmesser: 11'''=  24,82 mm
Werkhöhe:  4,15 mm
Werkaufbau: Brückenwerk mit, Räderwerkbrücke , Federhausbrücke und Unruhkloben
Aufzug: Kupplungsaufzug mit 3- Loch Winkelhebelfeder
Hemmung: Palettenankerhemmung
Unruh: Schraubenunruh mi Gewichtsschrauben und

Breguetspirale

Steine: 15
Stoßsicherung: Monobloc
Regage: freier Rückerzeiger
Sekunde: aus der Mitte
Stückzahl: ca. 
Besonderheiten: 1. deutsches Armbanduhrwerk mit Breguetspirale,  Lagersteine z.T  in gepressten Goldchatons

Modellbeispiele

Seltene HAU Kaliber 25.1 der Dr. Ernst Kurtz Uhrenfabrik, Bookholzberg

Bei diesem von dem von 1937 bis1945 bei der Uhren Rohwerkefabrik Akt. Ges. Glashütte beschäftigten Uhrenkonstrukteur Manfred Szyszka, nach 1945 in der Dr. Ernst Kurtz Uhrenfabrik Memmelsdorf /Unterfranken, entwickelten Herrenarmbanduhrwerk Kaliber 251 handelt es sich um das erste nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland in Großserie gefertigte Werk mit Breguetspirale. Gefertigt wurden die Rohwerke zuerst in der Uhrenfabrik Kurtz Schwäbisch Gmünd und ab 1951 in der dritten Fertigungsstätte in Bokholzberge/Hollen, eines ehemaligen im 2. Weltkrieg als Funkstation des Fliegerhorstes Adelheide, genutzen Gebäudes. Wegen der  zu hohen Fertigungskosten und demzufolge zu geringem Absatz, der in Glashütter Tradition fein vollendeten, in sechs Lagen regulierten, hochwertigen 15-steinigen Herrenarmbanduhren, mit Schraubenunruh und Breguetspirale, musste die Produktion 1953 eingestellt werden. Das hier gezeigte Modell einer Herrenarmbanduhr vom Kaliber 25.1 mit kleiner Sekunde der Dr. Ernst Kurtz Uhrenfabrik in Bookholzberg/Hollen ist eine der seltenststen Modellausführungen dieser Fabrik. Die Uhren mit kleiner Sekunde waren Ausgangs der 1940er Jahre bereits weitgehend von den moderneren Uhren mit Zentralsekunde verdrängt worden. Wegen der geringen Nachfrage wurden auch nur sehr geringe Stückzahlen mit dieser Werkausführung gefertigt. Die Fertigungszeit dieser hochqualitativen in sechs Lagen regulierten Armbanduhr in feiner Vollendung nach Glashütter Maßstäben mit 16 Steinen, Stoßsicherung, Ankerhemmung, großer Schraubenunruh, Breguetspirale und Goldchatons betrug nur 5 Jahre. Der für die damaligen Verhältnisse doch recht teure Preis von 100,- DM für eine Uhr im Edelstahl- oder vergoldeten Gehäuse verhinderte eine größere Nachfrage.

Weitere Zifferblattvarianten

Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, stellt den derzeitigen Kenntnisstand dar und wird, wenn neue verifizierbare Erkenntnisse vorliegen, entsprechend ergänzt.

Literatur:

  • Neue Uhrmacher-Zeitung 1951/6 u. 1953/20
  • Dr. Ernst Kurtz - Der Glashütter Armbanduhren-Pionier; Autoren: Klaus Pöhlmann, Reinhard Reichel; Fachzeitschrift: Klassik Uhren Nr. 3/2006;
  • Glashütter Armbanduhren II; Autor: Kurt Herkner; Herkner Verlags GmbH; ISBN 3-924211-06-X
  • Lexikon der Deutschen Uhrenindustrie 1850 - 1980 : Firmenadressen, Fertigungsprogramm, Firmenzeichen, Markennamen, Firmengeschichten; Autor: Hans Heinrich Schmid; Herausgeber: Förderkreis Lebendiges Uhrenindustriemuseum e.V.; ISBN 3927987913

Aktualisiert 19.11.2017

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild  mit Video hinterlegt
Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild mit Video hinterlegt

Google Übersetzer

Ankergang
Ankergang

Besucherzähler

Counter