Die sächsische Kleinstadt Glashütte hat eine bis in das Jahr 1845 zurückreichende ununterbrochene Tradition der Präzisionsuhren-fertigung. Auf dieser Seite soll die historische Entwicklung der Firmen, ihrer Produkte sowie der Deutschen Uhrmacherschule, die diese Glashütter Tradition begründet, entwickelt, gepflegt und am Leben erhalten hat, beispielhaft an Hand von historischen Dokumenten, Bildmaterial, Videos und erläuternden Artikeln dargestellt werden. Damit soll interessierten Usern und Sammlern Glashütter Uhren der Ein- und Überblick über den Umfang, die Fertigungsbreite sowie eine exaktere Bestimmung und zeitliche Einordnung Glashütter Uhren erleichtert werden.
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Die neue "Uhr der Woche"
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Dieses Taschenuhrmodell mit einem 18-steinigen Brückenwerk der Schweizer Firma Judith wurde von der 1927 zur UFAG gehörigen, ehemaligen, 1923 von der Deutschen Präzisionsuhren Fabrik e.G.m.b.H. Glashütte (DPUG) gegründeten, Uhrenfabrik Hohenstein-Ernstthal seit 1923 gefertigt. Vertrieben wurden die mit „Vau We“ signierten Taschenuhren anfänglich noch von der sich 1927 in Abwicklung befindlichen Firma „Vereinigte Werke Deutscher Uhrmacher“ (Vau We) in Leipzig. Auch diese Firma gehörte als Vertriebszentrale zur 1925 in den Konkurs getriebenen DPUG. Verständlich werden diese verschlungenen Wege erst, wenn man weiss, dass alle diese Firmen einen gemeinsamen, angestellten Geschäftsführer nämlich, Dr. jur. Ernst Kurtz, hatten. Er war 1925 vom Justiziar des Zentralverbandes der Deutschen Uhrmacher, unter dem auch die DPUG organisiert war, in die Dienste der Girozentrale Sachsen, dem „Totengräber“ der DPUG, übergewechselt. Die Zielstellung der Girozentrale Sachsen war es, die DPUG, die Genossenschaft der Deutschen Uhrmacher, über den Konkurs in eine Aktiengesellschaft zu überführen. Dr. jur. Ernst Kurtz war dann auch der Liquidator der Leipziger und Hohensteiner Firma. Die ab 1925 geplanten Massenfertigung dieser Uhren als Centra-Uhren scheiterte Ende 1926 am Zusammenbruch der Markenuhr G.m.b.H. Halle, die eng mit dem Zentalverband der Deutschen Uhrmacher verbunden war. Nach dem Konkurs des Schweizer Rohwerkeherstellers, der Firma Emile Judith, 1925 wurden Maschinen und Halbfabrikate für die weitere Fertigung dieses Taschenuhrkalibers in der UROFA und UFAG aus Mitteln der Girozentrale Sachsen, der ja beide Glashütter Aktiengesellschaften zu 100% gehörten und deren vom Aufsichtsrat (mehrheitlich Bankdirektoren der Girozentrale Sachsen) bestellter Geschäftsführe wiederum Dr. jur Ernst Kurtz war, aufgekauft. Noch bis in die 1930er Jahre wurden diese Werke, allerdings nicht mehr mit 18 Steinen, in zwei Größen als G- und Tutima Uhrenmodelle von der UFAG gefertigt.
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Auseinandersetzung mit der Zeit - Prof. Dr. Karlheinz Geißler
Präzisionsuhren aus Glashütte und Schramberg
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Die Erste neue Glashütter Armbanduhr nach 1945
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