Glashütter Uhrenfabrik Union Dürrstein & Co.

1893 - 1936

DUZ Werbung 1901
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Die Vorgeschichte

Der Firmengründer Johannes Dürrstein, 1845 - 1901
Der Firmengründer Johannes Dürrstein, 1845 - 1901

Die in Dresden, Waisenhausstraße 27, ansässige Uhrengrossistenhandlung Dürrstein & Co. vertrieb bereits Mitte der 1870er Jahre neben Schweizer Fabrikaten auch ein großes Sortiment der von Lange & Söhne gefertigten Präzisionsuhren.

Von Anbeginn an hatten die beiden Brüder Johannes und Friedrich Dürrstein bei der Firma Lange daraufhin gewirkt, Präzisionstaschenuhren aus Deutscher Produktion zu einem günstigeren Preis zu fertigen um eine breitere Käuferschicht für diese Uhren gewinnen zu können. Dabei handelte es sich um die bekannte Marke Deutsche Uhren-Fabrikation – Glashütte (DUF), die man durchaus als Erfolgsmodell der Firma Lange bezeichnen kann.

Dürrstein DUZ Werbung 1879
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Der lange Weg zur eigenen Präzisionsuhrenfabrik in Glashütte

Es bedurfte einer großen Überzeugungskraft der Gebrüder Dürrstein, eines eisernen Willens, viel Geduld, Ausdauer und des notwendigen Kapitals um das Projekt einer eigenen nach moderneren Fertigungsmethoden arbeitenden Präzisionsuhrenfabrik in Glashütte zu realisieren. Seit Ende der 1870er Jahre wurden über ein Jahrzehnt lang systematisch die Voraussetzungen dafür geschaffen, mit der aus den USA stammenden, moderneren Technologie der Schablonenuhrfertigung auch Präzisionsuhren, die den Glashütter Qualitätsmaßstäben entsprachen, industriell herzustellen und damit in Konkurrenz zu den althergebrachten Fertigungsmethoden zu treten. Die Zielstellung war es, durch einen höheren Automatisierungsgrad und einer stärkeren Arbeitsteilung in höheren Auflagen und einen größeren Markt, preiswertere, qualitativ hochwertige Glashütter Präzisionstaschenuhren zu fertigen.

Die ausführliche Geschichte finden Sie im PDF

Dürrstein & der lange Weg zu Union Galsh
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1892 - Kontroversen zwischen Johannes Dürrstein und Emil Lange

Im Jahr 1892 nehmen die seit 1875 zur Firma A. Lange & Söhne bestehenden, auf einen Exklusivvertrag beruhenden Geschäfts- beziehungen, die der Firma Dürrstein & Co. Rabatte einräumt, erheblichen Schaden. Die Firma Dürrstein & Co. hatte sich über zehn Jahre in der Schweiz eine eigene Uhrenfertigung auf der Grundlage der modernen Schablonenuhrfertigung, deren Aufbau in Glashütte mit der Firma A. Lange & Söhne nicht zu realisieren gewesen war, aufgebaut. Schritt für Schritt wurde die Qualität der Schablonenuhrfertigung der Glocken Union Uhren soweit verbessert, dass sie  zu Beginn der 1890er Jahre, ausgestattet mit den aus dem Glashütter Verlagssystem zugekauften und eingebauten Hemmungspartien, die an Präzisionsuhren gestellten Anforderungen erfüllen konnten. Das veranlasste die Firma Dürrstein im Oktober 1882 das Spitzenprodukt, die 1. Qualität der Glocken Union Uhren, als "Glashütter Uhr" zu bewerben. Allerdings geschah das nur ein eiziges Mal im Allgemeinen Journals der Uhrmacherkunst. Die gefährliche Konkurenz witternd, hatte das wohl den "Glashütter Platzhirsch" aufgescheucht und zu entsprechenden Gegenreaktionen herausgefordert, denn nur eine Ausgabe später war "Glasütte und Union" durch einen dünnen Strich getrennt. Das reichte dann aber wohl doch nicht, denn vier Wochen nach der ersten Werbeaktion für eine Glashütter Glocken Union Uhr erschien im gleichen Publikationsorgan die neue Werbung, die die Glocken Union Uhren als Schweizer Fabrikat auswies, was der ausgezeichneten Qualität und dem wesentlich günstigeren Preis gegenüber vergleichbaren Produkten der Firma A. Lange & Söhne keinen Abbruch tat. Der Bruch war also da. Die Firma Lange kündigte den Exklusivvertrag und die Firma Dürrstein verlegte einen Teil Ihrer Schablonenuhrfertigung nach Glashütte und gründete am 1.1.1893 die Firma "Uhrenfabrik Union Glashütte". Spätestens zu dieser Zeit traf der Generationen später so populär gewordene Spruch "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben" auf die alt eingesessene Firma A. Lange & Söhne, die sich seit 1877 konsequent gegen die moderneren Fertigungsmethoden gestemmt hatte, zu. Die qualitativ hochwertigen nun in Glashütte gefertigten Uhren der Firma Union, konnten sich von nun an ungestraft Glashütter Präzisionsuhren nennen und weil preiswerter als die Konkurenz sich auch sehr schnell entsprechende Marktanteile erobern. Konkurenz belebt eben das Geschäft und nicht Protektionismus.

1892 Allgemeines Journal der Uhrmacherkunst  Nr. 22 v.15. Nov. 3. Beilage S.436
1892 Allgemeines Journal der Uhrmacherkunst Nr. 22 v.15. Nov. 3. Beilage S.436

Die Uhren der Uhrenfabrik "Union Glashütte" sind nicht zu verwechseln mit der „sogenannten Glocken-Union“ mit einer von 5 Sternen umgebenen Glocke als Marken- zeichen. Diese Taschen- uhren sind von der Firma Dürrstein & Co. in ihrer Fabrik in der Schweiz als Schablonenuhr in verschiedenen Qualitätsstufen gefertigt und auch in Deutschland vertrieben worden. Sie wurden zum Teil auch nach Glashütter Bauart gefertigt, sind aber nach der Glashütte Regel keine "Glashütter Präzisionsuhren".

Die Glashütter Taschenuhren der Marke UNION waren nur eine der verschiedenen Marken unter denen die Dresdener Firma Dürrstein & Co. Taschenuhren verschiedener Qualitäten und Preisstufen vertrieb.

Werbung im Allgemeinen Journal der Uhrmacherkunst 1898
Werbung im Allgemeinen Journal der Uhrmacherkunst 1898

Nur die ab 1993 von der Firma "Uhrenfabrik Union Glashütte" in Glashütte gefertigten Taschenuhren sind Glashütter Präzisionstaschenuhren im Sinne der Glashütte Regel und können auch als solche bezeichnet werden.

1893 Die Gründung einer neuen Taschenuhrenfabrik.

Die Bestrebungen Dürrsteins gingen aber weiter und fokussierten sich auf die Errichtung einer eigenen Uhrenfabrik in Glashütte. Mit einer eigenen Fabrikation wollte Dürrstein neue Maßstäbe im Präzisionsuhrenbau setzen. Dazu war es notwendig bei der Auswahl der Mitarbeiter sehr genau darauf zu achten, dass sie möglichst alle die von den damals bekannten Uhrenherstellern geforderten technischen Graduierungen beherrschten.

 

In vorerst angemieteten Räumen begann man am 1. Januar 1893 bei der Uhrenfabrik Union Glashütte mit der Produktion. Damit war der Grundstein der Marke Union Glashütte gelegt. Die Werke waren mit „Glashütter Uhrenfabrik Union“, die Zifferblätter zu Beginn mit "Uhrenfabrik Union  Glashütte bei Dresden" und später mit „Uhrenfabrik Union  Glashütte in Sachsen“ gekennzeichnet.


Auch die Gehäuseprägung wurde gegenüber der ersten Form später verändert.

"Am 1. Mai 1893 wird aus Glashütte in Sachsen von der Gründung einer neuen Uhrenfabrik berichtet, die von dem Inhaber der allgemein bekannten Uhrengrosshandlung D ü r r s t e i n & C o. in Dresden in's Leben gerufen wurde, und deren Firma

»Uhrenfabrik Union, G l a s h ü t t e  i. S.«

lautet.

Bekanntlich fabriziren die Herren Dürrstein & Co. schon seit vielen Jahren in der Schweiz eine nach Glashütter Art gebaute Taschenuhr, die unter der Spezialmarke »Union« allenthalben bekannt ist. Diese Fabrikation ist nunmehr zum Theil nach Glashütte verlegt. Die technische Leitung des neuen Etablissements ist Herrn J u l i u s B e r g t e r übertragen."

 

Eine der ersten Taschenuhren der Uhrenfabrik Union Glashütte von 1893

Diese Savonette Taschenuhr im 585er Goldgehäuse mit der Werknummer 12624 wurde mit dem aus der Schweizer Uhrenfabrik von Johannes Dürrstein teilweise nach Glashütte verlagerten modernen Maschinenpark in Glashütte als komplette Glashütter Präzisionstaschenuhr in den ersten Monaten des Bestehens der neu gegründeten Dürrsteinchen Fabrik 1893 in Glashütte gefertigt. Diese ersten Uhren haben noch nicht den erst ab 1896 verwendeten stilisierten Tempel als Fabrik- bzw. Schutzmarke der Uhrenfabrik Union und wurden auf dem Zifferblatt auch noch mit „Uhrenfabrik Union Glashütte bei Dresden“ signiert. Die Glashütter Hemmungspartie mit Breguetspirale, Goldanker, Goldankerrad, Kompensationsunruh und Schwanenhals-Feinregulierung wurde wie von den anderen Glashütter Herstellern auch von der Glashütter Verlagsindustrie bezogen. Das 16-steinige, vergoldete Dreiviertelplatinenwerk mit gebläuten Werkschrauben hat einen Durchmesser von 43 mm. Das Emailzifferblatt besteht aus zwei Teilen und hat arabische Zahlen und Goldzeiger im Stiel Louis XV.

 

Die ausführliche Historie der Entwicklung hin zu diesem Werkkaliber und der Uhrenfabrik Union Glashütte durch die Grossistenfirma Dürrstein & Comp. Dresden finden Sie im PDF

Union Glashütte - der lange Weg zu modernen Fertigungsmethoden
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Beteiligung an der Weltausstellung 1893 in Chicago

In Nummer 6 der Uhrmacher-Zeitung von 1893 wird auch die Beteiligung der Firma Dürrstein & Cie in gebührender Weise gewürdigt.

Die "Grande Complikation" das Spitzenmodell der Firma Union Glashütte

Die 1893 änlässlich des Jubiläums der 400-jährigen Wiederkehr der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus in Chicago durchgeführten Weltausstellung World’s Columbian Exposition gezeigte, "Grande Complication", eine der damals wohl komplitziertesten Uhren der Welt.

Die Beschreibung der Uhr

Die Funktionsbeschreibung der Jubiläumsuhr "GrandeComplikation"
Union Glashütte 1893 Jubiläumsuhr Uhr.pd
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Da die "Grande Complikation" bereits 1893 während der Weltaustellung in Chicago verkauft worden war, wurde auf der 1895 in Glashütte durchgeführten Austellung, anlässlich der 50. Wiederkehr des Gründungsjahres der Glashütter Uhrenindustrie, ein weiteres Exemplar der "Grande Complikation" gezeigt. Die Bezeichnung  "Glashütter Jubiläumsuhr" taucht erst später auf, wie auch auf der nachfolgenden Werbeanzeige aus dem Jahr 1908 zu sehen ist. Dabei dürfte sich diese Bezeichnung zwar auf Glashütte als Uhrenstadt und da auf die Uhrenfabrik Union, aber keinesfalls auf das 50. jährige Glashütter Jubiläum allein beziehen, da eine solche Uhr ja bereits erstmals zu einem zwei Jahre früheren Jubiläum gezeigt worden war.

Beide Uhren waren noch nicht mit der erst 1896 eingeführten Schutzmarke der Uhrenfabrik Union, dem stilisierten Tempel, gekennzeichnet.

Werbeanzeige Uhrenmagazin aus dem Jahr 1898
Werbeanzeige Uhrenmagazin aus dem Jahr 1898

1895 Die neue Schutzmarke der "Uhrenfabrik Union Glashütte"

Erst nach zweijähriger Verwendung der ersten Schutzmarke auf den Gehäusen und der  ersten Zifferblatt- beschriftung mit "Uhrenfabrik Union Glashütte bei Dresden" wurde im Januar 1895 bei den Uhren der "Uhrenfabrik Union Glashütte" Dürrstein & Comp. Dresden eine neue Kenn- zeichnung der Uhren mit der bekannteren Schutzmarke, den stilisierten Tempel, unter der Nr. 1357 des Warenzeichen-Registers eingetragen und von da ab verwendet..

Offene Taschenuhr UNION Nr.:42495

Da mehrere Taschenuhren mit  42000er Werk- und Gehäusenummern, wie z.B. die mit der Nr. 42495, nachweisbar sind, die die erst 1895 eingeführte Schutzmarke tragen, dürfte erwiesen sein, dass die vielfach in der Fachliteratur publizierte, aber unbewiesene Behauptung, dass die "Uhrenfabrik Union Glashütte" ihre Taschenuhr- fertigung im Januar 1893 mit 42000er Nummern begonnen hatte, eindeutig widerlegt sein.

1897/98 Modellkatalog & Preisliste

 

In den sechs Seiten dieser Preisliste werden die Präzisionsuhren, die die Uhrenfabrik Union in Glashütte fertigte, vorgestellt und  so genau beschrieben, dass es heute noch möglich ist die Echtheit dieser Uhren in ihren wichtigen Bestandteilen zu überprüfen und festzustellen.

Neben verschiedenen goldenen und silbernen, offenen und Savonette, Herren und Damen Remontoirs werden auch bereits Taschenuhren mit Komplikationen in einer Preisspanne von 500,- bis 4000,- Mark (Goldmark) angeboten.

1898 Neubau eines Fabrikgebäudes

Das 1898 erbaute Fabrikgebäude. Davor die Belegschaft der Firma

Fünf Jahre nach Gründung machte die gute Entwicklung der Firma eine Erweiterung der Produktionsanlagen erforderlich. 1898 wurde, nachdem man in verkehrsgünstiger Lage an der Hauptstraße ein geeignetes Grundstück erworben hatte, mit dem Neubau eines Fabrikgebäudes begonnen und ein Jahr später fertig gestellt. Mit einer Belegschaft von ca. 30 bis 40 Mitarbeitern wurden Glashütter Präzisionstaschenuhren in verschiedenen Qualitätsstufen mit und ohne Komplikationen gefertigt.

1898-1914 Die erfolgreichsten Jahre der Firmengeschichte

Die Palette reichte von einfachen Präzisions-Taschenuhren über Chronographen und Uhren mit springender Sekunde (seconde morte), Schlagwerk oder Kalenderfunktionen bis dahin, dass man verschiedene Komplikationen kombinierte. Selbst Uhren mit höchsten Anforderungen, wie beispielsweise Taschen-Chronometer, Tourbillons und Beobachtungs- und Schiffsuhren, wurden im Laufe der Zeit bewältigt.

1900 - Die Universal-Uhr der Uhrenfabrik Union Glashütte

Werbeanzeigen in der Deutschen Uhrmacher-Zeitung 1901

Damentaschenuhr der Glashütter Uhrenfabrik "Union" um 1900

Bei dieser Damentaschenuhr Kaliber 28 der Glashütter Uhrenfabrik "Union" handelt es sich, trotzt ihrer geringen Größe - das Werk hat nur einen Durchmesser von 28 mm -  um eine vollwertige Glashütter Präzisonsuhr. Alle dafür typischen Merkmale wurden auch bei der Fertigung dieser Damentaschenuhren realisiert. Glashütter Goldankergang, separater Ankerradkloben, Kompensationsunruh mit Goldschrauben, Dreiviertelplatine mit eingelassenen und geschraubten Goldchatons, handgravierter Unruhkloben, angelassene, polierte und anglierte Werkschrauben sowie der Glashütter Sonnenschliff auf Kron- und Sperrrad sind in hoher Qualität ausgeführt worden. Ein sehr schönes Beispiel zu welchen hanwerklichen Leistungen die Glashütter Uhrenfabrik Union des Dresdener Grossisten Johannes Dürrstein und auch andere Glashütter Uhrenfabriken schon vor mehr als 100 Jahren in der Lage war.

Nach dem frühen Tod von Johannes Dürrstein 1901 führte sein Bruder und Teilhaber, Friedrich Dürrstein, die erfolgreiche Firma weiter. Nach dem auch er 1903 früh gestorben war, übernahm seine Witwe, Frau Lina Helene Dürrstein, die Leitung der Geschäfte.

Auch in den folgenden Jahren wurde von Julius Bergter und dessen Mitarbeitern und dem Bereich Chronometerherstellung der Union hervorragende Arbeit geleistet.

Beobachtungsuhren und Seechronometer wurden von der Deutschen Seewarte mehrfach ausgezeichnet.

Firmenporträt aus dem Jahr 1913
Darstellung der Bedeutung der Glashütter Firma, ihrer Geschichte und der Produktpalette.
Pressebericht zur Uhrenfabrik Union Glas
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Zeitungswerbung 1913 Union Glashütte
Zeitungswerbung 1913 Union Glashütte

1918 - 1933 Der Niedergang der Firma in der Weimarer Republik

Wie auch andere Firmen der Glashütter Uhrenproduktion, so wirkten sich auch auf die Union Glashütte, die Folgen des Ersten Weltkrieges verheerend aus. Die Schweizer Uhrenindustrie, vom Krieg und seinen Folgen nicht betroffen, hatte ihren technologischen Vorsprung in den Kriegsjahren weiter ausgebaut nahm eine marktbeherrschende Position ein. Die große Zeit der Taschenuhren neigte sich ihrem  Ende entgegen und die Armbanduhr sollte binnen eines Jahrzehnts,die Hersteller von Taschenuhren, die die Zeichen der Zeit nicht rechtzeitig erkannten, hart bestrafen. Die harten wirtschaftlichen Zeiten des Versailler Vertrags und die Inflation taten ihr Übriges.

Der Einfluß des Erdmagnetismus auf Präzisionstaschenuhren
1925 veröffentlicht der Direktor der Uhrenfabrik "Union" H. Bogusch in der Fachpresse einen Beitrag indem er, über von der Uhrenfabrik Union durchgeführte Versuchsreihen zum Einfluß des Erdmagnetismus auf den Gang von Präzisionsuhren berichtet.
Der Einfluß des Erdmagnetismus auf Präzi
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In geringer Auflage wurden noch Armbanduhren gefertigt, deren Ertrag aber nicht mehr ausreichte die Union wieder zu dem zu machen, was sie vor 1914 nicht nur in Glashütte darstellte. In der 1929 beginnenden Weltwirtschaftskrise konnte die Firma Union Glashütte nicht mehr bestehen und wurde 1933 geschlossen. Die Streichung aus dem Handelsregister erfolgte 1936.

1996 Die Wiederentstehung der Uhrenmarke Union

1996 wurde die Marke Union mit der Union Uhrenfabrik GmbH

In Glashütte wieder ansässig und produziert seitdem bis heute in Anlehnung an die Firmenphilosophie Johannes Dürrsteins wieder Qualitätsuhren zu vergleichsweise moderaten Preisen.

Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, stellt den derzeitigen Kenntnisstand dar und wird, wenn neue verifizierbare Erkenntnisse vorliegen, entsprechend ergänzt.

Literatur:

  • Vom Reitstock zur automatischen Straße Teil 1; Autor: Helmut Klemmer ; Fachzeitschrift: Uhren und Schmuck 10/1970 S. 294-301-342
  • Festschrift zum 100.Todestag von Johannes Dürrstein, Autor Bernd Schaarschmidt, Fachzeitschrift Armbanduhren, Ausgabe 4/2001
  • Lexikon der Deutschen Uhrenindustrie 1850 - 1980 : Firmenadressen, Fertigungsprogramm, Firmenzeichen, Markennamen, Firmengeschichten; Autor: Hans Heinrich Schmid; Herausgeber: Förderkreis Lebendiges Uhrenindustriemuseum e.V.; ISBN 3927987913
  • Union Modell und Preiskatalog 1897/98
  • Die Deutsche Uhrmacherwoche Nr. 25/1931
  • Deutsche Uhrmacher-Zeitung 1893 Nr. 6 S. 42
  • Deutsche Uhrmacher-Zeitung 1893 Nr. 9 S. 70
  • Illustrierte Zeitung für das Königreich Sachsen vom 24.April 1913; Band 140 S. 137

 

Aktualisiert 25.05.2013

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild  mit Video hinterlegt
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