Bisher sind drei Chronometergehäusevarianten bekannt, eine 36x36mm Kissenform und ein rundes 36 mm Gehäuse. Beide Gehäuse mit Schraub- & Staubdeckel sind nur mit 10 Mikrometer vergoldet und wurden aus der Bundesrepublik eingeführt, mit Chronometerwerken ausgestattet , wieder ausgeführt und vom Quelle Versandhaus mit Chronometerzertifikat für 99,- DM bzw. 129,- DM vertrieben. Die in der DDR in geringer Stückzahl vertriebenen GUB 70.3 Chronometer wurden in ein mit 20 Micrometer 14 Karat vergoldetes 36 mm Druckdeckelgehäuse mit der Deckelprägung "Staatlich geprüft" eingeschalt und ebenfalls mit einem Chronometerzertifikat des DAMW vertrieben.
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Die Lieferungen von geprüften und zertifizierten Armbanduhr- chronometern der Glashütter Uhrenbetriebe in die Bundesrepublik Deutschland an das Versandhaus "Quelle" begann bereits vor 1964, damals noch mit der Kaliberbezeichnung 70.1 und den Gehäusen der Uhrenwerke Weimar.
Da die Gehäuse aus Weimar aber nicht der vom Auftraggeber gewünschten Qualität, hinsichtlich der Wasserdichtigkeit entsprachen (siehe unterschiedliche Bodenprägungen) und somit auch nicht entsprechend internationalen Standard beworben werden konnten, war die geplante Ausfuhr und der entsprechende Erlös in frei konvertierbarer Währung mit Schwierigkeiten verbunden.
Aus diesem Grunde wurden die, für die Ausfuhr ins "nichtsozialistische Währungsgebiet (NSW)" bestimmten Armbanduhrchronometer, die ab 2. Quartal 1964 als eigenständiges Kaliber 70.3 mit dem Zusatz "Chronometer" und dem Gütezeichen "Q" auf dem Zifferblatt vermarktet wurden, überwiegend in eingeführte, vergoldete wasserdichte Gehäuse eingeschalt.
Die Plaque - Vergoldungsstärke betrugt aber keine 20 Mikrometer, wie bei den ansonsten von den GUB üblicherweise verwendeten Gehäusen aus den Uhrenwerken Weimar.
Obwohl die bisherigen publizierten Angaben über das Auslaufen der Produktion des Kalibers 70.3 von 1971 ausgehen und die von der GUB angegebene 10-jährige Ersatzteilpflicht 1981 endet, wurden noch 1973 für den Export vorgesehene Chronometerwerke geprüft und zertifiziert.
Der Grund dafür ist Gegenstand weiterer Recherchen.
Hinweis zur Originalität:
Die Sicherheit, dass es sich tatsächlich um einen Armbanduhr- chronometer handelt, ist nur gegeben, wenn die entsprechenden hier gezeigten, zur Uhr gehörenden Zertifikate vorhanden sind. Armbanduhrchronometer, die für das Versandhaus Quelle in mit der Bodenprägungen "Plaque" und "wasserdicht" versehenen Gehäusen mit Druck- oder Schraubboden eingeschalt wurden, sind nur mit 10 Mikron vergoldet.
In der Regel haben diese Gehäuse nicht die Bodenprägung "Staatlich geprüft". Vereinzelt sind aber auch an das ehemalige Versandhaus „Quelle“ gelieferte GUB Armbanduhrchronometer Kaliber 70.3 bekannt, die diese Bodenprägung aufweisen.
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Der Grund und der Umfang für diese unterschiedlichen Lieferungen, auch der verschiedenen Gehäusevarianten, ist derzeit noch nicht bekannt und Gegenstand weiterer Recherchen.
Die Armbanduhrchronometer mit den Gehäusen aus Weimar (Plaque 20 Mikron, Wassergeschützt), die für die DDR und das sozialistische Wirtschaftsgebiet gefertigt wurden, haben eine diesbezügliche Bodenprägung. Da, wo das nicht der Fall ist, und auch keine Zertifikate vorhanden sind, muss man davon ausgehen, dass es sich lediglich um ein GUB Armbanduhrmodell mit dem Gütewerk Kaliber 70.3 handelt.
Mit den beiden Beiträgen zu den belegten Chronometerexemplaren GUB Kaliber 70.1 von 1964 bis GUB Kaliber 70.3 von 1973 ist die nur ein Jahrzehnt andauernde Spanne der Produktion von Armbanduhrchronometern bei den Glashütter Uhrenbetrieben, die ja seit 1967 Bestandteil des Uhrenkombinates Ruhla waren, recht umfassend dokumentiert. Das schliesst allerdings nicht aus, dass es noch weitere bisher unbekannte Aspekte gibt, die nach einer entsprechenden Verifizierung eingearbeitet werden.
Die im Prospekt gezeigten Modelle ermöglichen es festzustellen, welche Zeigerformen zu welchen Zifferblattdesign und welches Zifferblatt mit welchem Gehäuse von den GUB werkseitig gefertigt worden sind.
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Der jährliche Sortimentskatalog der Branche Uhren der Großhandels-gesellschaft Technik, weist die im jeweiligen Planjahr dem Handel von den 20 verschiedenen Uhrenproduzenten der DDR, für den inländischen Bedarf zu Verfügung stehende Uhrenmodellvarianten aus. Ebenfalls enthalten sind die Uhrenmodelle, die aus den Ländern des RGW eingeführt wurden. Die für den Export vorgesehenen Uhrenmodelle finden in diesem Katalog keine Berücksichtigung. Neben der Artikelnummer, der Artikelbezeichnung mit Beschreibung, Hersteller und Abbildungen, wird auch der jeweilige EVP in MDN ausgewiesen.
Eine Gewähr, dass die gelisteten Uhren auch im ausreichenden Umfang dem Handel zur Verfügung gestellt wurden, war nicht gegeben. Der Abschluss von Exportverträgen, die über die vom Außenhandel der DDR geplanten Größenordnungen hinausging, wurde zu lasten der inländischen Bedarfsabdeckung vorrangig realisiert. Der Redaktionsschluss für den 1968er Katalog war der 01.08.1967.
Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, stellt den derzeitigen Kenntnisstand dar und wird, wenn neue verifizierbare Erkenntnisse vorliegen, entsprechend ergänzt.