GUB Kaliber 75 (06 - 26) Spezimatic

  • Herstellungsjahr: 1964 -1979
  • Werkdurccmesser: 12 ½''' = 28 mm
  • Werkhöhe: 5,55 mm
  • Werkaufbau: Platinenwerk mit Grundplatte, Ankerbrücke, Brücke für Federhaus, Räderwerk, Unruhkloben, Aufzugteile für Automatik 
  • Aufzug: Rotorautomatik, Kupplungsaufzug mit 2-Loch Winkelhebelfeder.
  • Hemmung: Palettenankerhemmung
  • Unruh: Monometallische mit selbstkompensierender Flachsipirale
  • Steine: 26
  • Stoßsicherung:  Unruhlager mit GUB Stoßsicherung
  • Reglage: freier Rückerzeiger
  • Sekunde: Zentral  
  • Stückzahl: ca. 3 Mill. (Kaliber 74 & 75 zusammen)
  • Preis: 186,- M bis 480,- M (Ausgenommen Modelle im Goldgehäuse)
  • Besonderheiten: Gütezeichen Q , mit Datumanzeig; frühe Werkausführungen bis 1968 noch mit zweischenkligem Unruhreif, danach mit einem Dreischenkligen.

Diese Kaliber besitzen ein massives Grundwerk mit automatischer Aufzugseinrichtung. Das Räderwerk einschließlich dem Federhaus wird unter einer großen Räderwerkbrücke ( ¾ -Platine) gelagert. Zusätzliche Gestellteile sind eine Minuten- und Ankerbrücke sowie der Unruhkloben.

 

Das Werk ist ausgestattet mit 26 Funktions- und Lagersteinen, gesondert demontierbarem Federhaus, ein durch 3 Decksteine axial abgestütztes Sperrrad, Zentralsekunde, Bremsfeder außerhalb des Kraftflusses, Ankerhemmung mit poliertem Stahlanker und Stahlankerrad, einer großen Unruh und einer selbst kompensierenden Spirale.

 

Der automatische Aufzug mit 3 Reduktionsrädern und Wendehebel mit –rad ist unten in der Räderwerkbrücke gelagert. Der Rotor mit Schwermetallring und Trieb bestand anfänglich aus einem 140° Segment und ist mit CuNiMn- Buchse auf dem Rotorlagerbolzen gelagert. Bei Kaliber 06-26 ist das Kalenderwerk bestehend aus Datumring, Datumplatte, Datumrolle und Kalenderrad 1 und 2 zusätzlich unter einer Plastdatumplatte montiert.

 

Konstruktive Veränderungen an den Spezimaticwerken im Verlauf der Fertigungszeit

Zu Beginn wurden die Werkplatinen zifferblattseitig noch mit einer 2,5 mm breiten Abschrägung, einer zweischenkligen monometallischen Ringunruh und einem Schwermetallrotor von 140° gefertigt.

Platine Kal. 75 vom 2. Quartal 1970
Platine Kal. 75 vom 2. Quartal 1970

1968/69 kommt es zu konstruktiven Veränderungen, bei denen die Platine nur noch eine schmale Abkantung hat und eine dreischenklige mono- metallische Ringunruh  zum Einsatz kommt. Beim Kaliber 74 findet sich die breite Platinen- abkantung noch Mitte der 1970er Jahre. Zu diesem Zeitpunkt wird die Platine noch einmal dahingehend verändert, dass keinerlei Abkantung mehr erfolgt.

Darstellung des zwei- und des dreischenkligen Unruhreifes

Veränderung der Rotorgröße

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde vermutlich 1972/73 die Größe der beidseitig wirkenden Aufzugsrotoren bei den Spezimaticwerken verändert. Seit Beginn der Fertigung 1965 hatte man 140° Rotoren  mit einem Schwermetallsegment  (145°) verwendet, mit den anschließend zum Einsatz gekommenen 160° Rotoren wollte man entweder eine prinzipiell größere Schwungmasse zum Einsatz bringen oder, was wahrscheinlicher ist,  eine durch Materialsubstitution bei der Verwendung neuer, Devisen sparender Metalllegierungen für die Rotoren auftretenden Masseverlust ausgleichen.

Nochmalige Veränderung der Form der Werkplatine

Diese für die jeweilige Fertigungszeit typischen Merkmale der Spezimaticwerke erleichtern das Erkennen von Werken die sich noch in einem Zustand befinden, wie sie serienmässig zu dem auf der Platine eingeprägten Jahr und Quartal gefertigt wurden.

Sonderdruck Spezimatic von 1966.pdf
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Spezimatic Kal. 74 u.75 mit Reparaturanl
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Der jährliche Sortimentskatalog der Branche Uhren der Großhandels-gesellschaft Technik, weist die im jeweiligen Planjahr dem Handel von den 20 verschiedenen Uhrenproduzenten der DDR, für den inländischen Bedarf zu Verfügung stehende Uhrenmodellvarianten aus. Ebenfalls enthalten sind die Uhrenmodelle, die aus den Ländern des RGW eingeführt wurden. Die für den Export vorgesehenen Uhrenmodelle finden in diesem Katalog keine Berücksichtigung. Neben der Artikelnummer, der Artikelbezeichnung mit Beschreibung, Hersteller und Abbildungen, wird auch der jeweilige EVP in MDN ausgewiesen.

Eine Gewähr, dass die gelisteten Uhren auch im ausreichenden Umfang dem Handel zur Verfügung gestellt wurden, war nicht gegeben. Der Abschluss von Exportverträgen, die über die vom Außenhandel der DDR geplanten Größenordnungen hinausging, wurde zu lasten der inländischen Bedarfsabdeckung vorrangig realisiert. Der Redaktionsschluss für den 1968er Katalog war der 01.08.1967.

Werbekataloge der GUB für Spezimaticmodelle

Ein Fundbericht der besonderen Art

Restaurierte "Spezimatic"  im II. Leben
Restaurierte "Spezimatic" im II. Leben

Im Dezember 2011 wurde dieser Seite von einem Sammlerfeund eine interessante Mitteilung gemacht. Er hatte bei Aushubarbeiten in seinem Garten einen verkrusteten Gegenstand gefunden, der sich nach der Säuberung als eine GUB "Spezimatic" im Taucherdesign entpuppte, die durch ihre "Exhumierung" nach ca. 30 Jahren und den Bewegungen beim Säubern plötzlich Lebenszeichen von sich gab.

Die Geschichte zum Fund
Fundbericht einer Spezimatic.pdf
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Modellbeispiele

GUB Spezimatic Exportmodell "Preziosa" - ZB Signatur "25 Steine"

Eine Besonderheit der Spezimatic-Reihe stellen die Exportmodelle dar, die auf Kundenwunsch die wirkliche Identität verschleiern. Bei dem hier gezeigten Modell gibt es neben der Bezeichnung "Preziosa" noch den Zifferblattaufdruck "25 Steine" und die Ausstattung mit der importierten Incabloc-Stoßsicherung anstelle der ansonsten üblichen GUB Stoßsicherung. Die Spezimatic-Modelle wurden nun aber grundsätzlich mit 26 Steinen ausgestattet. So ist es auch bei diesem, im ersten Quartal 1974 (Prägung 741) gefertigtem Werk Kaliber 75, wie eine eingehende Überprüfung ergeben hat und die Bilder beweisen. Über die Gründe einen Stein weniger anzugeben, als tatsächlich vorhanden, kann derzeit nur spekuliert werden. Ein Fehldruck des Zifferblattes kann bei einer mit dem höchsten Gütezeichen, dem "Q", ausgezeichneten Exportuhr aber definitiv ausgeschlossen werden. Da das Gehäuse, wie bei Exportuhren nicht ungewöhnlich, nur mit der Ziffer 41 gepunzt wurde und das Zifferblatt ohne die ansonsten zu dieser Zeit obligatorische Herkunftskennung "Made In GDR" geruckt wurde, können wirtschaftspolitische Gründe der Verschleierung der Herkunft nicht ausgeschlossen werden. Nach derzeitigem Kenntnisstand wurden diese Modelle nach Großbritannien ausgeführt.

GUB Herrenuhr Kaliber 75 "Specimatik" mit kannelierter Lynette

Bei der hier gezeigten Herrenarmbanduhr Kaliber 75 des VEB Glashütter Uhrenbetriebe handelt es sich um ein Exemplar, dessen Werk - wie aus der auf der Platine eingeschlagenen Ziffernfolge ersichtlich ist - im vierten Quartal 1967 gefertigt wurde. Die optisch recht ansprechende, spezielle Gehäuseform mit 36 mm Durchmesser und einer kannelierten Lünette war allerdings nur kurze Zeit im Handel. Mit ein Grund dafür dürfte die Tatsache gewesen sein, dass der scharfe Schliff der Kannelierung die Manschetten der damals gerade in Mode befindlichen „Nyltest“-Hemden binnen kürzester Zeit ruiniert haben. Insofern findet man heute nicht mehr allzuhäufig noch gut erhaltene Uhren mit dieser aus der Weimarer Gehäusefabrikation stammenden  Gehäusevariante.

Exportmodell Spezimatic Kaliber 75 der Glashütter Uhrenbetriebe

Diese Spezimatic Kaliber 75, deren Fertigungszeit in das 2. Quartal 1976 fällt, weist im Gegensatz zu vergleichbaren Modellen dieser Fertigungsperiode einige bemerkenswerte Besonderheiten auf. Von der Zifferblattsignatur „Limit, INTERNATIONAL, 26 JEWELS, INCABLOC, AUTOMATIC“, die für den Exportauftrag für eine Firma aus Großbritannien verwendet wurde, ist die Uhr nicht als ein Spezimatic Modell zu identifizieren. Obwohl zwei Jahre vor Ende der Fertigung der Spezimaticserie nicht mehr mit neuen Werkmodifikationen zu rechnen war, wurde für diesen speziellen Exportauftrag noch einmal auf die früher verwendete Stoßsicherung zurückgegriffen und wie auf dem Zifferblatt ausgewiesen, die Incabloc Stoßsicherung verwendet. Auch die Prägung des aufgesprengten Edelstahlbodens entspricht mit der Bezeichnung „Goldplaque“ nicht den ansonsten bekannten Mustern. Von einer Vergoldungsstärke von 20 Mikrometer kann hier nicht mehr ausgegangen werden.

GUB Herrenarmbanduhr "Spezimatic" Kaliber 75 (neu Kaliber 06-26)

Das importierte, goldfarbene Gehäuse und das Metallarmband dieser original erhaltenen, mechanischen, 26-steinigen Automatikuhr "Spezimatic" vom Werkkaliber 75 (neuere Bezeichnung 06-26) ) aus dem Jahr 1975 wurde nicht mehr wie in früheren Jahren üblich mit einer galvanisch aufgetragenen 20µ starken Goldauflage mit einem Feingehalt von 585/1000g gefertigt. Es wurde hier ein neues, PVD genanntes Veredelungsverfahren angewendet. Dabei wurde das Ausgangsmaterial Titannitrid über die physikalischen Vorgänge des Verdampfens (mit Lichtbogen oder Elektronenstrahl) oder der Kathodenzerstäubung im Hochvakuum in die Dampfphase übergeführt und anschließend auf das Trägermaterial, in dem Fall auf Gehäuse und Armband, in einer Schichtstärke zwischen 1-5µ aufgedampft. Angedacht waren dabei zwei Effekte, einmal die Einsparung des Edelmetalls Gold und eine gegenüber mechanischer Belastung abriebfestere Oberfläche. Die Einsparung an Devisen war gegeben, die bessere Abriebfestigkeit aufgrund eines zu dünnen Schichtauftrages nicht. Der Verzicht auf die Einfuhr von vergoldeten Gehäusen dürfte nicht zuletzt der chronischen Devisenknappheit der DDR geschuldet gewesen sein. Für das Uhrenwerk Glashütte (bis 1967 VEB Glashütter Uhrenbetriebe) im Uhrenkombinat Ruhla wurden der grösste Teil der Gehäuse vom ebenfalls im Kombinat integrierten Werk Weimar geliefert. Eine eigene Fertigung PVD beschichteter Gehäuse konnte in der DDR allerdings erst 1984, nach der Einstellung der Fertigung mechanischer Herrenarmbanduhren, realisiert werden.

Exportmodell einer GUB HAU „Spezimatic“ Automatik Kaliber 75

Dieses, im 4.Quartal 1970 gefertigte Modell einer Spezimatic hat neben der seltenen Zifferblattausführung eine weitere Besonderheit. Das Plaqué vergoldete Messinggehäuse mit Edelstahlschraubboden hat keine Angabe der Vergoldungsstärke. Daran erkennt man die Spezimaticgehäuse, die nicht aus der DDR Produktion des VEB Uhrenwerke Weimar stammen. Die in Weimar gefertigten Gehäuse hatten grundsätzlich eine Plaqué Vergoldung mit 20 Micron 585er Gold. Diese Angaben befinden sich auf dem Edelstahlboden. Ein weiteres Erkennungsmerkmal von Importierten Gehäusen ist der Schraubboden. Die Weimarer Gehäuse hatten nur Böden, die aufgerückt wurden. Die in importierte Gehäuse eingeschalten Spezimatic Modelle waren für den Export vorgesehen und kamen nur im Ausnahmefall in der DDR in den Handel. Die Angaben zum Quartal und Jahr der Fertigung des Werkes (704 für 1970/4.Quartal) befinden sich neben der Kaliberangabe (75),  auf der Platine des Werkes.

GUB „Spezimatic“ Edelstahlgehäuse - unbenutzter Originalzustand

Dieses seltene Spezimaticmodell  06-26-24-20 (Kaliber75) mit einem mit Sonnenschliff versehenen versilberten Zifferblatt, verchromten Stabindizes, Zeigern und einem importierten Edelstahlgehäuse gehört sicherlich mit dem zeitlos schönen Designs zu den  Highlights der Spezimatickollektion der GUB.

 

GUB Spitzenmodell Spezimatic im 14 karätigen, 36 mm Goldgehäuse

Das Werk dieses im Original erhaltenen Modells einer Spezimatic im 585er Goldgehäuse wurde bereits wenige Monate nach der Markteinführung, nämlich im 2. Quartal 1966, von den VEB Glashütter Uhrenbetrieben gefertigt. Das ist daran erkennbar, dass außer an der auf der Platine befindlichen Prägung des Kalibers, in dem Falle 75, bei den Spezimaticwerken weitere 3 Zahlen eingeprägt wurden, von denen die ersten beiden Zahlen das Jahr und die dritte das jeweilige Quartal der Fertigung benennen. So ist es möglich auch noch 30 Jahre nach der Einstellung der Spezimaticfertigung, die Uhren mit diesen Werken zeitlich einzuordnen. Sehr frühe Spezimaticwerke kann man auch noch daran erkennen, dass sie nur mit einem zweischenkligen Unruhreif, wie das auch bei dem gezeigten Werk der Fall ist, ausgestattet wurden. Spezimaticmodelle im massiven Goldgehäuse wurden von den VEB Glashütter Uhrenbetrieben nur in einem sehr geringen Umfang im Verhältnis zur Gesamtfertigung von ca. 1,8 Millionen Armbanduhren mit Spezimaticwerken gefertigt und stellen ein beliebtes Sammelobjekt dar.

GUB Herrenarmbanduhr - Exportmodell mit Spezimaticwerk Kal. 75

Dieses original belassene Exportmodell „Dynamatic“ der Glashütter Uhrenbetriebe mit dem 26-steinigen, mit GUB-Stoßsicherung ausgestatteten Automatikwerk Kaliber 75 Spezimatic mit Datum-Schnellschaltung wurde im 4. Quartal 1977 gefertigt und nach Großbritannien exportiert. Interessant ist bei dieser Werkausführung, dass hier wieder der bereits zu Beginn der 1970er Jahre in der Folge von Materialsubstitution nicht mehr verwendete zweiteilige 140° Rotor mit Schwermetall Schwungmasse zum Einsatz kommt. Ansonsten sind bei diesem Exportmodell keinerlei spezielle Veränderungen am Werkkaliber erkennbar. Der gedrückte Edelstahlboden hat die für Exportmodelle der Glashütter Uhrenbetriebe typische Prägung der Ziffernfolge 41, deren weitergehende Bedeutung bisher noch nicht bekannt ist. Bei Exportaufträgen in Länder mit frei konvertierbarer Währung wurden von den Außenhandelsorganen der DDR oft Vertragsbedingungen akzeptiert, die dem Hersteller zu Ausstattungsmodifikationen zwangen, die sich negativ auf das Betriebsergebnis auswirkten.

Ein Spezimatic-Modell aus dem letzten Jahr der Fertigung

1978, ein Jahr bevor die 1964 begonnene Fertigung der Spezimaticwerke in den inzwischen zum VEB Kombinat Mikroelektronik  "Karl Marx"  Erfurt gehörenden Glashütter Uhrenbetrieben zugunsten der neuen und vorläufig letzten Entwicklung der mechanischen Uhrenfertigung in der DDR, dem Glashütter Kaliber 11, beendet wurde, kamen noch einmal eine Reihe Spezimaticuhren in neuen, aus dem NSW importierten Gehäuse- und Zifferblattvarianten in den Handel. Einen Nachteil hatten die vergoldeten Varianten allerdings: Sie waren nicht mehr mit der für die GUB ansonsten obligatorischen Stärke von 20 Micron vergoldet, was einen schnelleren Abrieb zur Folge hatte. Zu  diesen Modellen gehört die hier vorgestellte Uhr, die mit und ohne Bodengravur auch zu Auszeichnungszwecken verwendet wurde.

VEB Glashütter Uhrenbetriebe Herrarmbanduhr "Spezimatic" Kaliber 75

Seltenes, mechanisches Herrenarmbanduhrmodell "Spezimatic" Kaliber 75 mit ovalem Metallzifferblatt und aufgesetzten Indizes. Gefertigt wuden diese Modelle  im VEB Uhrenkombinat Ruhla Werk Glashütte. Die Uhr ist mit einem automatischen Aufzug und halbschneller Datumschaltung ausgestattet. Die zweistellige Ziffernprägungen auf der Werkplatine bezeichnet das Kaliber (75 mit Datumanzeige) und die dreistellige Prägung das Quartal sowie das Jahr der Fertigung des Werkes. Gefertigt wurde dieses Modell im zweiten Quartal 1974. Das zweiteilige, importierte Messinggehäuse ist verchromt und hat in der Front einen Strichschliff. Der Druckboden besteht aus Edelstahl. Bei der halbschnellen Datumschaltung muß der Stundenzeiger nicht 24 mal um die eigene Achse bewegt werden, sondern nur zwischen 22 und 2 Uhr.

VEB Glashütter Uhrenbetriebe - massiv goldeneSpezimatic Kaliber 75

In nur geringer Stückzahl wurden zu Beginn der 1970er Jahre von dem VEB Glashütter Uhrenbetriebe massiv goldene Herrenarmbanduhren im Stil der damaligen Zeit aufgelegt. Eine genaue Fertigungszahl ist bisher nicht bekannt. Auch für die Verwendung der stilisierten Krone auf dem Zifferblatt gibt es bisher noch keine schlüssige Erklärung. Das hier vorgestellte Modell wurde im 1. Quartal des Jahres 1972 gefertigt. Als Werk wurde das Standardkaliber 75 in einem aus Westdeutschland importierten Goldgehäuse mit einem Feingehalt von 585/1000 eingeschalt. Der Beleg dafür ist die Prägung der Deutschen Reichskrone auf dem goldenen Gehäuseboden.

 Spezimatic  Kaliber 75 - Exportmodell des VEB Uhrenwerkes Glashütte

Bei der hier vorgestellten Herrenarmbanduhr des VEB Uhrenwerkes Glashütte im DDR Kombinat Mikroelektronik Erfurt handelt es sich um die 26-steinige, mechanische Armbanduhr "Spezimatic" mit automatischen Aufzug. Die im Edelstahldruckboden eingeprägte Zahl 41 weist die Uhr als Exportmodell aus. An dem auf dem blauen Metallzifferblatt aufgedruckten Bezeichnungen "Automatic" und "Anker", die nach derzeitigem Kenntnisstand eine Marke des ehemaligen Fürther Versandhauses "Quelle" war, kann man die BRD als Empfäger der Exportlieferung erkennen. Auf die Bodenprägung "Made in GDR"; (German Democratic Republic) anstelle von "Made in Germany" wurde von seiten der DDR viel Wert gelegt, konnte aber  gegenüber der BRD erst nach Unterzeichnung der Schlußakte von Helsinki im Jahr 1973 durchgesetzt werden. Das hier in einem verchromten Messinggehäuse eingeschalte und seit 1964 produzierte GUB Werkkaliber 75 wurde im zweiten Quartal 1978, ein Jahr vor seiner Einstellung, gefertigt.

Weitere Modell- und Zifferblattvarianten

Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, stellt den derzeitigen Kenntnisstand dar und wird, wenn neue verifizierbare Erkenntnisse vorliegen, entsprechend ergänzt.

Aktualisiert 27.08.2016

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild  mit Video hinterlegt
Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild mit Video hinterlegt

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