Deutsche Uhrmacherschule Glashütte

Kurt Herkner

Wer als Leser dieses Buches einen Überblick über die Entstehungsgeschichte und die historische Entwicklung der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte erwartet, wird enttäuscht sein. Diesen sehr interessanten Entwicklung, die über das Deutsche Kaiserreich ab 1877, den 1. Weltkrieg 1914-1918, die Weimarer Republik 1919-1933, die Zeit des 3. Reiches von 1933 mit der Liquidierung der Stiftung der Deutschen Uhrmacherschule 1940, über den 2. Weltkrieg 1939-1945, die Besatzungszeit in der sowjetisch besetzten Zone bis hin zur 1950 erfolgten erneuten Umstrukturierung der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte zur "Fachschule für Feinmechanik und Uhrentechnik Glashütte" und ab 1957 zur "Ingenieurschule für Feinwerktechnik Glashütte (Sachs.)" in der DDR reichen, widmet der Autor gerade einmal 7 Seiten. Der grösste Teil davon ist dann aber auch nur historisches Bildmaterial aus den Jahren 1903-1928.

 

Tatsächlich handelt es sich bei über 90% des Buches um ein Reprint der Originalausgaben der von den Lehrern der Deutschen Uhrmacherschule Alfred Helwig, Oskar Hesse und Leo Schreck verfassten Veröffentlichung "Die Lehre an der Deutschen Uhrmacherschule zu Glashütte/Sachsen Band I bis III"  von 1928-1931 und "Das Drehen von Trieben und Wellen in der Uhrmacherei" von Alfred Helwig mit einem Anhang von Karl Friebel von 1953. Die von Kurt Herkner 1983 genutzte Quelle war das Zentralantiquariat der Deutschen Demokratischen Republik in Leipzig, welches Kopien von Material aus der Deutschen Bücherei Leipzig zur Verfügung stellte. Ein Bildteil von 46 Seiten mit Abbildungen einer Auswahl von Schülerarbeiten und einer chronologischen Übersicht der Schülerarbeiten nach Art und Anzahl ergänzt die Darstellung.

 

Die in den Originalausgaben von 1928-1931 gemachten Angaben zum dreijährigen Lehrangebote haben aber explizit so nur für die Jahre 1925 bis 1. April 1940 gegolten. Einen Gesamtüberblick bietet dieses Buch daher nicht. Insofern verspricht der Titel "Die deutsche Uhrmacherschule Glashütte"  mehr als der Inhalt auf 475 Seiten halten kann.

 

Für denjenigen Leser, der sich speziell für diese fachspezifischen Ausführungen zum Inhalt der Lehre an der Deutschen Uhrmacherschule interessiert, stellt das Buch sicherlich eine sehr interessante Lektüre dar.

 

Aktualisiert 21.10.2017

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild  mit Video hinterlegt
Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild mit Video hinterlegt

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