GUB Kaliber 66

 

  • Herstellungsjahr: 1957/58
  • Werkdurchmesser: 12 ½''' = 28 mm
  • Werkhöhe: 5,6 mm
  • Werkaufbau: Platinenwerk mit Grundplatte, Federhausbrücke, Räderwerkbrücke, Ankerkloben, Unruhkloben.
  • Aufzug: Kupplungsaufzug mit 4-Loch Winkelhebelfeder
  • Hemmung: Palettenankerhemmung
  • Unruh: Monometallische Schraubenunruh mit 16 Gewichtsschrauben und Flachspirale
  • Steine: 15
  • Stoßsicherung: ohne und mit
  • Reglage: freier Rückerzeiger
  • Sekunde: dezentral bei 6
  • Stückzahl: 8126
  • Preis:157,- 
  • Besonderheiten: Datum- und Wochentaganzeige mit Korrekturdrücker

Modellbeispiel

Präsentation in der Fachpresse 1957
Präsentation in der Fachpresse 1957

Nach einer dreijährigen Entwicklungszeit kamen die neu entwickelten Datumuhren Kaliber 66 & 66.1 des VEB Glashütter Uhrenbetriebe (GUB) in den Handel.

Im Juli 1957 wurden sie durch den Ingenieur des VEB Glashütter Uhrenbetriebe Ernst Frankenstein in der Monatsschrift Feinmechanik und Optik der Öffentlichkeit vorgestellt und beschrieben.

Die neue Datumuhr der Glashütter Uhrenbetriebe Kaliber 66
Ing.Ernst Frankenstein Die neue Datumuhr
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Auf die Ausstattung mit importierten Incabloc-Stoßsicherungen (Bild links) musste zurückgegriffen werden, weil es in der DDR vor 1962 keine eigene Produktion von Stoßsicherungen gab. Erst im Rahmen der Politik der "Störfreimachung" war auch die GUB dazu angehalten Importe aus NSW Ländern durch eigenentwicklungen abzulösen, was dann, allerdings erst nach der Einstellung der Produktion des Kaliber 64, zur Entwicklung und Fertigung einer eigenen GUB Stoßsicherung (Bild rechts) führte.

Zur Leipziger Frühjahrsmesse 1957 präsentierte der VEB Glashütter Uhrenbetriebe zwei Modellvarianten seiner ersten Datumuhr mit Wochentags- und Datumanzeige. Es handelt sich einmal um das Kaliber 66, eine Ausführung mit kleiner exzentrischer Sekunde, und das Kaliber 66.1 mit einer Zentralsekunde. Die Fertigung des Kalibers 66 wurde wegen zu geringer Nachfrage zugunsten der damals moderneren Uhr mit der Sekunde aus der Mitte bereis nach einem Jahr wieder eingestellt. Heute stellt sie, auch aufgrund ihrer geringen Fertigungszahl, eines der beliebtesten GUB Sammelobjekte dar. Die verschiedenen Walzgolddouble und Plaque vergoldeten Gehäuse mit gedrückten bzw. geschraubten Böden wurden ausnahmslos aus Westdeutschland bzw. Frankreich eingeführt. Die Datumkorrektur erfolgte über einen seitlichen Stellknopf am Gehäuse bei 10 Uhr.

Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, stellt den derzeitigen Kenntnisstand dar und wird, wenn neue verifizierbare Erkenntnisse vorliegen, entsprechend ergänzt.

Literatur:

  • Glashütter Armbanduhren II; Autor: Kurt Herkner; Herkner Verlags GmbH; ISBN 3-924211-06-X
  • „Die Entwicklung der Glashütter Uhrenindustrie“  Autor Ing. Helmut Klemmer u. Edith Klemmer

    Fachzeitschrift: Uhren und Schmuck 1/1979 bis 4/1980 

  • Die neue Datumuhr Kal.66 des VEB Glashütter Uhrenbetriebe, Autor: Ing.Ernst Frankenstein, Monatsschrift Feinmechanik Optik Heft 7/1957

Aktualisiert 27.06.2017

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild  mit Video hinterlegt
Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild mit Video hinterlegt

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