Tutuima Fliegerchronograph mit UROFA Kaliber 59

 

 

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Weitere Modellausführungen werden Zeitnah eingestellt.

Verifizierbare Erfassung noch existenter Glashütter Fliegerchronographen und Werke der Marke "Tutima" mit dem Werkkaliber 59 der Uhren-Rohwerke-Fabrik Akt. Ges. Glashütte

Da bisher kaum aussagefähige, betriebliche Unterlagen und Dokumentationen der UROFA und der UFAG zur Kriegsproduktion des "Tutima" Fliegerchronographen Kaliber 59 bekannt sind, soll die auf aussagefähiges Bildmaterial gestützte Erfassung auf empirischem Wege dazu dienen:

  1. Noch vorhandene Exemplare & Werke zu erfassen,
  2. Bildlich zu Dokumentieren,
  3. Werkseitige, konstruktive Veränderungen beim Werk und Gehäuse zu erfassen und zu dokumentieren,
  4. Nach 1945 gemachte Veränderung der Originalität zu erkennen,
  5. Dem Sammler eine annähernd realistische Entscheidungshilfe beim Erwerb eines Fliegerchronorahphen Kaliber 59 an die Hand zu geben.
Übersicht UFAG & Dr. Kurtz Uhrenfabrik, Memmelsdorf
Aktuell vom 30.05.2017.pdf
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Übersicht Kal. 59 aus der 1. Moskauer Uhrenfabrik
Kirowa Aktuell vom 26.03.2017.pdf
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Die Erfassungatabelle wird regelmäßig entsprechen

neuer Erkenntnisse aktuallisiert.

Bei den hier vorgestellten Modellen handelt es sich um  Fliegerchronographen, derren Kosten in der Rohwerkeherstellung durch die UROFA (Kaliber 59), den überwiegender Teil der Wertschöpfung der Modelle ausmachten und sie deshalb, nach der Glashütte Regel, als echte Glashütter Uhren zu bezeichnen sind.

Modellausführung Tutima Fliegerchronograph der Uhrenfabrik Akt. Ges. Glashütte Sa. mit körnig versilberten Werk ohne Stoßsicherung

 Dieser gut erhaltene 15-steinige, in der höchsten Qualitätsstufe "Tutima" mit versilbertem Werk und Breguetspirale gefertigte UROFA Schaltrad-Chronograph Kaliber 59 hat eine nachvollziehbare, hervoragend belegte Geschichte. Er gehörte nach seiner Fertigung und Auslieferung an die Luftwaffe im Jahr 1943 als persönliche Dienstuhr einem 19-jährigen Jagdflieger mit Nachtflug- und Blindfluggenehmigung (erteilt durch Jagdgeschwader 110, Dienststelle der F.P. Nr. L. 51780; zuletzt Unteroffizier Jagdgeschwader 102). Ein Eintrag mit der Werknummer 210256 in die persönlichen Dienstpapiere erfolgte nicht. Der Chronograph wurde bis zum und beim Abschuß des Piloten durch die Engländer (6 Tempest Flugzeuge) am 20. April 1945 bei allen Flügen getragen. Der Pilot überlebte den Abschuß, kam am 3. Mai 1945 in Hohn in britische Gefangenschaft und die Uhr blieb, bis auf die Beschädigung eines Drückers, der nach überstandener Gefangenschaft ersetzt wurde, erhalten. Der Chronograph wurde von dem Berliner Uhrmachermeister Holger Blumensath 2014 fachkundig restauriert und zeigt 70 Jahre nach seiner Fertigung noch immer hervoragende Gangergebnisse.

Restaurierter Fliegerchronograph mit dem UROFA Kaliber 59

Die hier vorgestellte Uhr mit dem Schaltradchronographenwerk Kaliber 59 der Uhren-Rohwerkefabrik AG Glashütte (UROFA) wurde dem Berliner Uhrmachermeister und Restaurator Holger Blumensath unter der Maßgabe einer weitestgehenden Erhaltung des Originalzustandes fach- und sachgrecht restauriert. Das körnig versilberte Werk wurde demontiert, gereinigt, geölt und remontiert. Das im Original erhaltene erste deutsche Armbandchronograpenwerk mit Flyback-Funktion, Kompensationsunruh und Breguetspirale funktioniert auch noch nach 70 Jahren mit hervorragenden Gangwerten ohne Fehl und Tadel.

Das auf dem originalen Zifferblatt nicht vorhandene und der Uhrenfabrik AG Glashütte (UFAG) vorbehaltene Tutimasignet deutet daraufhin, dass es sich bei diesem Fliegerchronographen um ein Exemplar handelt, bei dem das von der UROFA gefertigte Rohwerk wegen der bei der UFAG trotzt des Einsatzes von Fremdarbeitern nicht im ausreichenden Maße vorhandenen Montagekapazitäten von einer der auswärtigen Remontagefabriken vollendet wurde. Anhand der Werknummer 211194 und den Ausstattungsmerkmalen des Werkes kann man von einer Fertigung im Jahr 1943 ausgehen.

 

Weiteres Modell

Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, stellt den derzeitigen Kenntnisstand dar und wird, wenn neue verifizierbare Erkenntnisse vorliegen, entsprechend ergänzt.

Aktualisiert 22.06.2017

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild  mit Video hinterlegt
Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild mit Video hinterlegt

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