Precis Kaliber 62

  • Herstellungsjahr: 1950 - 1951
  • Werkdurchmesser: 9 x 13''' = 20 x 28 mm
  • Werkhöhe: 4,0 mm
  • Werkaufbau: Platinenwerk mit Grundplatte, Federhausbrücke, Räderwerkbrücke, Ankerbrücke, Unruhkloben.
  • Aufzug: Kupplungsaufzug mit 4-Loch Winkelhebelfeder
  • Hemmung: Palettenankerhemmung
  • Unruh: Monometallische Schraubenunruh mit 16 Gewichtsschrauben
  • Steine: 15
  • Stoßsicherung:  ohne
  • Reglage: freier Rückerzeiger
  • Sekunde: dezentral  
  • Stückzahl: > 1000
  • Besonderheiten: Sekundenradbrücke von Zifferblattseite montiert

Derzeitiger Kenntnisssstand zur Entwicklungsgeschichte des Werkes

Dieses 9 x13 linige Formwerk basiert im Wesentlichen baugleich auf dem in den 1930 Jahren von der  Urofa Glashütte gefertigten Raumnutzwerk Kaliber 58.1.

Vermutlich aus patentrechtlichen und/oder technologischen Gründen wurde es nur unwesentlich modifiziert. Die beim Urofa Kaliber 58.1 werkseitig montierte Sekundenradbrücke befindet sich beim Kaliber 62 auf der Ziffferblattseite. Die gegeneiander stehenden s-förmig geschwungenen Räderwerk- und Federhausbrücken wurden begradigt. Eine wie beim Kaliber 58.1 schon vor 1940 verwendete Stoßsicherung  des Unruhlagers "Shock Resist" war nicht vorgesehen.

Das Kaliber 62 wurde etwa 1949/50 von der als Nachfolgefirma der Urofa in Glashütte neu gegründeten Produktionsgemeinschaft Precis in geringer Stückzahl produziert. Die bisher bekannten Werke trugen auf der Zifferblattseite die Kennung „Urofa 62“ und waren meistens körnig versilbert bzw. zum Teil auch vernickelt.

Herrenarmbanduhr der Produktionsgemeinschaft  "Precis" Glashütte

Bei dem hier vorgestellten Herrenarmbanduhrmodell mit mechanischm Handaufzugswerk Kaliber 62 der Glashütter Produktionsgemeinschaft "Precis" handelt es sich um ein geringfügig modifiziertes Nachfolgemodell des in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre von der Uhren Rohwerkefabrik Akt. Ges. Glashütte gefertigten Kalibers 581. Das Kaliber 62 wurde etwa zwischen 1948-1951 von der als Nachfolgefirma der Urofa 1945 in Glashütte neu gegründeten Produktionsgemeinschaft Precis in geringer Stückzahl produziert. Die bisher bekannten Werke trugen auf der Zifferblattseite die Kennung „Urofa 62“ und waren meistens körnig versilbert bzw. zum Teil auch vernickelt. Aus welchem Grund die Sekundenradbrücke sichtbar auf der Zifferblattseite der Werkplatine und nicht unterhalb der Platine, wie beim UROFA Kaliber 581 und dem nachfolgendem GUB Kaliber 62, montiert wurden, ist derzeit noch unbekannt.

Wenige Werke waren auch mit einen Streifenschliff fein dekoriert.

Nach Gründung der GUB 1951 wurde die Produktion dieses Kalibers von dieser, technologisch unverändert, aber nach Verbrauch der Rohwerke mit der UROFA Kennung, mit der werkseitigen Prägung „GUB 62“ und einer Werknummerprägung, übernommen und bis 1956 weitergeführt. Siehe dazu den Werkvergleich bei GUB 62

 

Es ist bisher nicht bekannt, dass  die Werke serienmäßig von der GUB körnig versilbert bzw. mit einem Streifenschliff dekoriert wurden.

Von Precis Glashütte produziertes Kaliber 62 mit zifferblattseitiger Urofa Kennung, Werk ist körnig versilbert.
Von Precis Glashütte produziertes Kaliber 62 mit zifferblattseitiger Urofa Kennung, Werk ist körnig versilbert.

Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, stellt den derzeitigen Kenntnisstand dar und wird, wenn neue verifizierbare Erkenntnisse vorliegen, entsprechend ergänzt.

Aktualisiert  10.11.2019

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild  mit Video hinterlegt
Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild mit Video hinterlegt

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