Deutsche Präzisionsuhr Kaliber 43 Typ 1

Taschenuhr Kal. 43 Typ 1 der Deutschen Präzisionsuhrenfabrik e. G.m.b.H, Glashütte Sa.

Es handelt sich bei dieser Uhr um eine der Uhren, die von der 1918 von den im Zentralverband der Deutschen Uhrmacher organisierten Uhrmachern in Glashütte gegründeten ersten in Deutschland genossenschaftlich organisierten Uhrenfabrik - der Deutschen Präzisionsuhrenfabrik e.G.m.b.H. - vollendet wurde. Teile des Rohwerkes stammen noch aus den Altbeständen der von der Genossenschaft aufgekauften Glashütter Präzisions-Uhren-Fabrik Akt. Ges., die Ihre Uhren beginnend mit 100.000 nummerierte.

Zum Schutz der neuen Uhrensignaturen der Genossenschaft, "Deutsche Präzisionsuhr Glashütte", wurden die Markenrechte am 10. März 1919 im Markenregister eingetragen. Mit der Werknummer und der neuen Signatur des Zifferblattes und der ¾ Platine klärt sich auch die bisher publizierte, aber nicht belegte Annahme, die Glashütter Präzisions-Uhren-Fabrik Akt. Ges. hätte 15.000 Taschenuhren von 1904 bis 1914 gefertigt, auf. Tatsächlich beläuft sich die Fertigung aber nur auf nur rund ein Drittel der bisherigen Annahme. Als erste Glashütter Firma hatte sich die Aktiengesellschaft  bei ihrer Fertigung nicht auf die Produkte des  "Glashütter Verlagssystem" gestützt. Diese Praxis setzte die Genossenschaft mit dem übernommenen und bereits 1914, zu Beginn des ersten Welkrieges,  stillgelegten Maschinenpark der Akt. Ges., ab 1919 nach der Instandsetzung der Maschinen, fort. Am deutlichsten wird das dadurch, dass die 1902 patentierte, von Ernst Kasike erfundene neue Glashütter Ankerhemmung, die bis 1914 Bestandteil der Uhren der Akt. Ges. war, anfänglich auch noch in den Uhren der Deutschen Präzisionsuhrenfabrik e.G.m.b.H. Verwendung findet.

 Goldene Glashütter Savonette Präzisionstaschenuhr  Kaliber 43 Typ 1

Bei der hier vorgestellten goldenen Herrentaschenuhr der Deutschen Präzisionsuhren Fabrik e. G.m.b.H. mit der Werk- und Gehäusenummer 104834, handelt es sich um die 4834. Uhr des Kalibers 43 Typ 1, bei der das Rohwerk und das Zifferblatt noch vor dem ersten Weltkrieg von der zum Kriegsende stillgelegten Glashütter Präzisions-Uhren-Fabrik Akt. Ges. i/Sa. gefertigt worden waren. Die 1918 neu gegründete Deutsche Präzisionsuhren Fabrik e.G.m.b.H. war die erste deutsche Uhrmachergenossenschaft, die in Glashütte eine eigene Produktionsstätte hatte. Beim Kauf der Fabrikanlagen der Glashütter Akt. Ges. wurden größere Bestände an Halbfabrikaten und technischen Unterlagen für ein neu konstruiertes Werkkaliber mit übernommen. Diese Unterlagen, Halbfabrikate, Werkzeuge und Maschinen bildeten den Grundstock der neuen Fertigung der Genossenschaft. Dass die Uhr erst nach dem ersten Weltkrieg gefertigt worden ist, erkannt man an der im Gehäusedeckel eingeprägten Schutzmarke der Genossenschaft.

Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, stellt den derzeitigen Kenntnisstand dar und wird, wenn neue verifizierbare Erkenntnisse vorliegen, entsprechend ergänzt.

Aktualisiert 26.03.2017

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild  mit Video hinterlegt
Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild mit Video hinterlegt

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