Deutsche Präzisionsuhr "Original Glashütte" Kaliber 43 Typ 2.2

Goldgehäuse mit einem Feingoldgehalt von 585/1000g. Gefertigt in der Abteilung Gehäusebau der DPUG in Hohenstein-Ernstthal.

Werkbeschreibung:

  • körnig vergoldetes Schablonenwerk mit 3/4 Platine
  • Werkdurchmesser 43 mm
  • 16 Steine
  • Steine für Gangrad- und Minutenradwelle in geschraubten Goldchatons
  • Ankergang mit offenen Paletten
  • Ankerwegsbegrenzung mit Exenterschrauben nach Kasiske
  • Kompensationsunruh mit Gewichts- und Regulierschrauben
  • Breguetspirale mit Endkurve
  • Rücker-Feinregulierung
  • Kron- und sperrrad mit Glashütter Sonnenschliff

Deutsche Präzisionsuhr "Original Glashütte" Kaliber 43 Typ 2.2

Bei der hier gezeigten, im Original erhaltenen Deutschen Präzisionsuhr "Original Glashütte" vom Kaliber 43 Typ 2.2 handelt es sich um eine Modellausführung mit einer relativ seltenen, mit blauen arabischen Ziffern im Emaillezifferblatt eingebrannten 24-Stundenanzeige. Die Fertigung dieser Modellreihe basiert auf einer Entwicklung der Glashütter Präzisions-Uhren-Fabrik Akt. Ges., die durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges 1914 und den damit verbundenen Untergang dieser Firma nicht mehr vollendet werden konnte. Die 1918 gegründete 1. Genossenschaft der Deutschen Uhrmacher, die Deutsche Präzisionsuhren Fabrik  e.G.m.b.H. Glashütte (DPUG), hatte bei ihrer Gründung die Fabrikanlagen der AG nebst Inventar erworben und entwickelte unter Leitung des techischen Direktors Hugo Müller das Kaliber 43.2 zur Seriereife. Zur Leipziger Messe 1920 wurde diese Modelreihe unter dem Markennahmen Deutsche Präzisionsuhr "Original Glashütte" in den Markt eingeführt und bis zum Konkurs der DPUG 1925 gefertigt. Die Gold- und Silbergehäuse für dies Uhren wurden in der eigen's dafür neu eingerichteten Abteilung Gehäusefertigung der DPUG,  in Hohenstein-Ernstthal gefertigt.

Savonette der 1. Deutschen Uhrmachergenossenschaft Glashütte 1925

Bei der hier vorgestellten goldenen Savonette-Taschenuhr Kaliber 43 Typ 2.2 mit der Werk- und Gehäusenummer 208852 der Deutschen Präzisions Uhrenfabrik e.G.m.b.H. Glashütte Sa. handelt es sich um eine  erst kurze Zeit vor dem Konkurs 1925 gefertigten Taschenuhr. Viele der 1924/25 gefertigten Uhren wurden auf Lager gefertigt, weil der Absatz ins stocken gekommen war. Nach der 1924 erfolgten Aufhebung der Exportsperre in der Schweiz, wurde der deutsche Markt mit qualitativ vergleichbaren, preiswerteren Schweizer Uhren "geflutet". Große Teile dieser Fertigung waren dann Teil der Konkursmasse und wurden zum Teil mit 20% Preisnachlass in der Folgezeit u.a. auch über den Hauptgläubiger der Girozentrale Sachsen abgesetzt. Diese industriell gefertigten Schablonenuhren  haben eine von Ernst Kasiske erfundene und von Hugo Müller weiter entwickelte neue Glashütter Hemmung.

Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, stellt den derzeitigen Kenntnisstand dar und wird, wenn neue verifizierbare Erkenntnisse vorliegen, entsprechend ergänzt.

Aktualisiert 26.03.2017

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild  mit Video hinterlegt
Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild mit Video hinterlegt

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Ankergang
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