Deutsche Präzisionsuhr "Original Glashütte" Kaliber 43 Typ 3.2

Die hier dokumentierte Savonette Deutsche Präzisionduhr "Original Glashütte" der Deutschen Präzisionsuhren Fabrik e.G.m.b.H. Glashütte ist mit der Nummer 350033, die 33. Savonette Taschenuhr dieser Fabrik vom  Kaliber 43. Eingeschalt wurde die vermutlich aus dem Jahr 1923/24 stammende Präzisions- taschenuhr in ein 14 Karat Goldgehäuse, welches ebenfalls in durch die "Präzison" in der eigenen Gehäuseabteilung in Hohenstein- Ernstthal gefertigt wurde. Bei dieser 2. Qualität des Typs 3 ist nur noch der Minutenradstein in verschraubten Chaton.

Zifferblattsignatur
Zifferblattsignatur

Deutsche Präzisions-Uhrenfabrik Glashütte (Sa.) e. G.m.b.H.

Deutsche Präzisionsuhr "Original Glashütte"  Kaliber 43 Typ 3.2 

Bei der hier vorgestellten, offenen Deutschen Präzisionsuhr "Original Glashütte" Kaliber 43 Typ 3.2 der DPUG mit der Werk- und Gehäusenummer 300106 handelt es sich um die 106. Präzisionstaschenuhr von nur ca. 1.200 gefertigten Exemplaren. Das von Hugo Müller 1924 entwickelte Präzisionsuhrenkaliber ist mit der unter der DRGM Nummer 887418 patentrechtlich geschützten Müller-Hemmung gefertigt. Nur noch sehr selten findet man sie in einem guten, originalen Erhaltungszustand mit original Etui undGarantiekarte.

Ein neuer Glashütter Anker
DUZ 1924.pdf
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Vorder- & Rückseite der Werkgestells & der 2/3 Platine
Vorder- & Rückseite der Werkgestells & der 2/3 Platine
Werkbestandteile  Kaliber 43 Typ 3
Werkbestandteile Kaliber 43 Typ 3

Deutsche Präzisionsuhr "Original Glashütte" Kaliber 43 Typ 3.2

Die hier vorgestellte im Original mit Etui, Garantie- und Gangschein erhaltene offene, deutsche Präzisionsuhr "Original Glashütte" wurde 1925 von der Deutschen Präzisions-Uhrenfabrik Glashütte e.G.m.b.H. gefertigt. Bei dem 15-steinigen, mechanischen Werk mit 2/3 Platine und separatem Gangradkloben handelt es sich um das Kaliber 43 (Werkdurchmesser 43mm) Typ 3.2. Bei der Hemmung des Werkes handelt es sich um die vom technischen Direktor Hugo Müller 1924 entwickelte und patentierte sogenannte „Müller Hemmung“ mit einem halbungleichschenkligen Gleichgewichtsanker. Der Gangschein vom 26. Februar 1926 dokumentiert auf eindrucksvolle Weise die hervorragenden Gangleistungen, die mit dieser Glashütter Präzisionsuhr erreicht wurden. Das silberne Gehäuse mit der identischen Werk- und Gehäusenummer 300600 sowie der Schutzmarke der 1. Deutschen Uhrmacher Genossenschaft hat einen Feingehalt von 900/1000.

Deutsche Präzisionsuhr "Original Glashütte" Werkkaliber 43 Typ 3.2 - 1946 von A. Lange & Söhne vollendet

Die hier gezeigte TU mit Schablonenwerk mit der Zifferblatt- und Werksignatur der Firma A. Lange & Söhne wurde von A. Lange & Söhne 1946 mit dem von Hugo Müller 1920 in Konkurrenz zur Firma A. Lange & Söhne für die Deutschen Präzisionsuhren Fabrik e.G.m.b.H. Glashütte Sa. entwickeltem Werkkaliber 43 Typ 3.2 der Deutschen Präzisionsuhr „Original Glashütte“ vollendet und am 23. Juli 1946 an Herrn Fischer, dem damaligen Vizepräsidenten der sächsischen Landesverwaltung, verkauft. Die erste Werknummer dieses Kalibers im Jahr 1921 ist 200.001. Nach dem Konkurs der „Präzision“ 1925 wurden von der Uhrenfabrik Akt. Ges. Glashütte Sa. (UFAG) zuerst Restbestände von Werken der Konkursmasse der „Präzision“ aufgearbeitet und danach die Fertigung mit den Werknummern 300.001 für die offenen TU und 350.001 für die Savonette Modelle mit der eigenen Zifferblatt- und Werksignatur bis in die 1930er Jahre fortgeführt. Der für dieses Werkkaliber von Hugo Müller entwickelte und als DRGM Nr. 887418 eingetragene und damit geschützte Halbungleichschenklige Gleichgewichtsanker mit der von Erst Kasiske entwickelten und 1902 als DRGM Nr. 190208 in die Gebrausmusterrolle eingetragene Ankerwegsbegrenzung, die für die Deutsche Präzisionsuhr „Original Glashütte“ von Hugo Müller modifiziert wurde, findet sich nicht durchgängig in den Werken die nach 1925 vollendet wurden.

Beobachtungsuhr der Chronometer-Werke Gerh. D. Wempe Hamburg mit dem Glashütter Rohwerk Kaliber 43 Typ 3.2

Bei der hier vorgestellten Beobachtungsuhr mit dem Rohwerk Kaliber 43 Typ 3.2 der Deutschen Präzisionsuhren-Fabrik e. G.m.b.H., Glashütte i.Sa., handelt es sich um eine bisher nicht bekannte, seltene Fertigung der Chronometer-Werke Gerh. D. Wempe Hamburg aus der Zeit des zweiten Weltkrieges. Das dieses von Hugo Müller entwickelte Werkkaliber mit 2/3 Platine und separatem Gangradkloben in Bezug auf die Ganggenauigkeit auch die hohen Anforderungen der Prüfklasse 1 der Deutschen Seewarte Hamburg für die B-Uhren erfüllte, war bisher nicht bekannt. In der Nachfolge der Präzision hatte die Uhren Rohwerkefabrik Akt. Ges. Glashütte eine nicht bekannte Zahl dieser Rohwerke übernommen, aber nicht alle vollendet. In welchem Umfang solche Rohwerke von der UROFA an die Firma Wempe geliefert wurde, ist bisher ebenfalls nicht bekannt. Die fast bis zum Minutentrieb reichende, große, dezentrale Sekunde bei sechs wurde durch ein größeres Gehäuse, einen entsprechenden Distanzring und ein  größeres Zifferblatt ermöglicht.

Prüfungsanforderungen der Seewarte Hamburg für Taschenuhren
DUZ 1939.pdf
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Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, stellt den derzeitigen Kenntnisstand dar und wird, wenn neue verifizierbare Erkenntnisse vorliegen, entsprechend ergänzt.

Aktualisiert 28.05.2017

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild  mit Video hinterlegt
Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild mit Video hinterlegt

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