UROFA Kaliber 51 n. Gg. (Neuer Gang)

  • Herstellung: 1929 - 1932
  • Werkdurchmesser: 8 ¾ '''  19,4 mm
  • Werkhöhe: 3,40 mm
  • Werkaufbau: Brückenwerk mit Federhaus u. Räderwerkbrücke
  • Aufzug:Kupplungsaufzug
  • Hemmung:Zylinderhemmung mit Zylinderrad, Flachspirale und Unruhkloben
  • Steine: Normalwerk 10, aber auch 8, 6, 4, o. nur noch 2 Steine für die Lagerung der Unruhzapfen.
  • Stoßsicherung:keine
  • Reglage: freier Rückerzeiger
  • Sekunde: keine
  • Stückzahl: ca. 25.000 (Anteilige Lieferung an UFAG ca. 1.500)
  • Besonderheiten: Die Hemmungsteile, Zylinder, Zylinderrad, Unruh und das Sekundenrad sind gegenüber dem Kal.51 vergrößert. Auch die Platine mit dem unterem Uruhlager wurde angepasst.

Zifferblattseitige Werkausschnittsvergleichsbilder der UROFA Kaliber 51 zu Kaliber 51 neuer Gang

Die Herstellungskosten des Zylinderwerkes Kaliber 51 waren gegenüber vergleichbaren Schweizer Rohweke noch zu hoch und so sucht man  nach schnell umsetzbaren kosten- senkenden Inovationen. Schon nach wenigen Monaten Produktionszeit wurde u.a. für die Gestaltung des unteren Unruhlagers eine weniger aufwendige und zugleich kostengünstigere Lösung gefunden und umgesetzt. Anstelle des unteren Unruhklobens wurde jetzt eine biegsame Metallzunge verwendet. Gleichzeitig kamen auch vergrößerte Hemmungsteile zum Einsatz. Betriebsintern wurden Rohwerke, die diese Inovationen beinhalteten als Kaliber 51 neuer Gang bezeichnet. Ob man das als ein neues Kaliber bezeinen sollte ist zumindest fraglich, da die Furniturenhändler, wie z. B. Jacob und Flume, es nicht für notwendig erachteten.

Bei der UROFA selbst gefertigt wurden die Teile für das Werkgestell, den Aufzug, die Zeigerstellung und das Federhaus. Die übrigen Teile wurden aus der Schweiz importiert. Die erforderlichen Passarbeiten und die Remontage wurden fast ausschließlich von der UFAG ausgeführt.

Das Rohwerk der UROFA kostete im Werkabgabepreis 3,50 Mark.

Eine fertige Uhr mit vergoldetem Gehäuse und Lederband, kostete 9,60 Mark.

Zu geringeren Preisen wurden auch Uhren mit 8,6, 4, oder gar nur 2 Lagersteinen hergestellt.

 

Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, stellt den derzeitigen Kenntnisstand dar und wird, wenn neue verifizierbare Erkenntnisse vorliegen, entsprechend ergänzt.

Literatur

  • „Die Entwicklung der Glashütter Uhrenindustrie“ Autor Ing. Helmut Klemmer u. Edith Klemmer; Fachzeitschrift: Uhren und Schmuck Nr. 1/1980 Teil 7 S. 24-27 u. Nr. 2/1980 Teil 8 S. 58-61
  • Glashütter Armbanduhren II; Autor: Kurt Herkner; Herkner Verlags GmbH; ISBN 3-924211-06-X

  • Uhrwerke und Armbanduhren der Urofa und Ufag Glashütte/Sa.; Autor: Werner Heinrich; Fachzeitschrift: Klassik Uhren 6/2008 S. 38-44

  • Lexikon der Deutschen Uhrenindustrie 1850 - 1980 : Firmenadressen, Fertigungsprogramm, Firmenzeichen, Markennamen, Firmengeschichten; Autor: Hans Heinrich Schmid; Herausgeber: Förderkreis Lebendiges Uhrenindustriemuseum e.V.; ISBN 3927987913

Aktualisiert 15.08.2017

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild  mit Video hinterlegt
Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild mit Video hinterlegt

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