Kaliber 48.1 Flieger Beobachtungsuhr

  • Herstellung: 1940 - 1971
  • Werkdurchmesser: 48 mm
  • Werkhöhe: 8,5 mm
  • Werkaufbau: vergoldetes 2/3 Platinenwerk
  • Gangreserve: 35 Stunden
  • Aufzug: Kupplungsaufzug
  • Hemmung: Palettenankerhemmung
  • Unruh: Nickel/Stahl Kompensationsunruh mit Goldregulierschrauben, Breguet-Spirale
  • Steine: 16
  • Stoßsicherung: ohne
  • Reglage: Schwanenhals-Feinregulierung
  • Sekunde: Zentralsekunde
  • Stückzahl:
  • Besonderheiten: 

Die Bezeichnung "Bauart nhK" wurde ab 1944 anstelle der tatsächlichen Herkunft der Uhr verwendet. Damit sollte der Produktionsort vor gezielten Bombardierungen geschützt werden.

Am 12. Dezember 1942 werden 10 B-Uhren Gestohlen

Quelle: Deutsche Uhrmacher-Zeitung Nr. 09/10 vom 27. Jan. 1943 S. 49
Quelle: Deutsche Uhrmacher-Zeitung Nr. 09/10 vom 27. Jan. 1943 S. 49

Sonderausführung des Kalibers 48.1

Diese in geringer Auflage gefertigte Sonderausführung einer A. Lange & Söhne Beobachtungsuhr vom Kaliber 48.1 in einem übergroßen 65 mm Gehäuse mit Druckboden und spiegelverkehrten Zifferblatt, wurde z.B. am 22.10. 1943 an das SS- Führungshauptamt in Berlin verkauft.

Bestimmt war sie für die SS- Artillerieschule in Glauchau.

A. Lange & Söhne Artillerie-B- Uhr
A. Lange & Söhne Artillerie-B- Uhr

Von diesen Uhren wurden vom 03.02.1941 bis 29.02. 1944 insgesamt 200 Stück mit einem Gehäusedurchmesser von 65 mm gefertigt. Am Beginn wurden die Gehäuse Nummern 210001 bis 210010 noch in Silber, danach ab 07. Mai 1941 in aus Platinin und ab 1943 nur noch aus Messing mit mattiertem grauem Schutzlack gefertigt.

Eine ausführlicher Beitrag des Autors Waldemar Becker über die  Beobachtungsuhren die von der Firma A. Lange & Söhne von 1937 bis 1940 entwickelt und dann im Auftrag der verschiedenen Dienststellen der Wehrmacht sowohl von A. Lange & Söhne, als auch von diversen weiteren Firmen mit den Rohwerken von Lange & Söhne, vollendet wurden, finden Sie hier.

Die verantwortlichen Dienststellen der Marine und der Luftwaffe forderten die Rohwerke, die in Fremdvergabe remontiert werden sollten, je nach Bedarf  von Lange & Söhne in verschiedenen Vertigungsstufen von Einzelteilen bis kompletten Rohwerken ab.

Literatur:

  •  Deutsche Uhrmacher-Zeitung 1943 Nr.9/10 S. 49
  • „Die Entwicklung der Glashütter Uhrenindustrie“  Autor Ing. Helmut Klemmer u. Edith Klemmer Fachzeitschrift: Uhren und Schmuck 1/1979 bis 4/1980 
  • "Luftwaffen-B-Uhren Kaliber 48/1" Autor Waldemar Becker Fachzeitschrift Klassik Uhren Heft 3/1999
  • Glashütter Armbanduhren II; Autor: Kurt Herkner; Herkner Verlags GmbH; ISBN 3-924211-06-1 
  • "Armbanduhren 100 Jahre Entwicklungsgeschichte" Autoren; Kahlert,Mühe, Brunner; München Callwey 1996 ISBN3-7667-1241-1
  • "Armbanduhren Chronometer Mechanische Präzisionsuhren und ihre Prüfung" Autor Fritz von Osterhausen; München Callwey 1990 ISBN 3-7667-0-989-5
  • Armbanduhren Spezial A. Lange und Söhne: Geschichte - Design - Technik.

    Autor Peter Braun, Herausgeber 

 

Aktualisiert 27.06.2017

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild  mit Video hinterlegt
Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild mit Video hinterlegt

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