GUB Kaliber 48 Marine-Beobachtungsuhr

 

  • Herstellung: 1940 - 1968
  • Werkdurchmesser: 48 mm
  • Werkhöhe: 2/3 Platine und separatem Hemmungsradkloben 
  • Aufzug: Hand
  • Hemmung: Anker
  • Unruh: Giullaume (Nickel/Stahl) mit Goldschrauben, Breguet-Spirale
  • Steine: 15 & 20
  • Stoßsicherung:keine
  • Reglage:Schwanenhalsfeinregulierung
  • Sekunde:
  • Stückzahl: ca.2385 (Vermutlich mit denen von Lange & Söhne VEB)
  • Besonderheiten: Auf- und Abwerk

Bei der hier gezeigten Marine-Beobachtungsuhr handelt es sich um ein Exemplar, deren Rohwerk noch von der Firma A. Lange & Söhne gefertigt worden war. Erkennbar sind diese Werke daran, dass das GUB Firmenlogo in einer kartuschen-ähnlichen, ausgefräßten, halbrunden Vertiefung geprägt wurde. Ausgefräßt wurde das sich an dieser Stelle vorher befindliche Firmenlogo von A. Lange & Söhne.

Erst 1956, nachdem diese Werke vollendet und eingeschalt waren, wurden durch die GUB eigene Werke gefertigt.

Produktionszahlen und Produktionszeiten des Kaliber 48
Stückzahl Bezeichnung Produktionszeit
5724 B- Uhren Kaliber 48
1940 - 1945
  246 B- Chronometer Kaliber 48 1944 - 1945
       5 Torpedoboot-B-Chronometer Kaliber 48 1944 - 1945
  421 B-Uhren Kaliber 48 Reparation mit Lange- Signatur 1945 - 1951
  703 B- Chronometer Kaliber 48 1945 - 1954
  560 B-Uhren Kaliber 48 aus B-Chronometer Rohwerken mit Lange-Signatur
   bis    1954
    71 B-Uhren Kaliber 48 mit 20 Steinen und Lange-Signatur
   bis    1951 
  338 B-Uhren Kaliber 48 mit 20 Steinen und GUB-Signatur
   bis    1954
1255 B-Uhren Kaliber 48 aus GUB eigener Produktion
1954 -1971

20-steinige GUB Sonderausführung des B-Uhr Kalibers 48

Diese seltene, mit vier zusätzlichen Decksteinen ausgestattete Sonderausführung des B-Uhr Kalibers 48 im 900er Silbergehäuse wurde von den VEB Glashütter Uhrenbetrieben in den 1950er Jahren hauptsächlich für den Export in die Volksrepublik China gefertigt. Die ovale Vertiefung in der Platine ist dadurch entstanden, dass man die vorher an dieser Stelle befindliche Signatur „ A. Lange & Söhne Glashütte i. Sa.“ ausgefräst hatte, was dokumentiert, dass 1955 immer noch Werkbestandteile aus der Fertigung der 1948 verstaatlichten Firma A. Lange & Söhne, die 1951 als Firma Mechanik Lange & Söhne VEB in die neu gegründeten VEB Glashütter Uhrenbetrieben integrierte worden war, verarbeitet wurden. Die in Kleinserie und nur für eine kurze Zeit gefertigte Sonderausführung deutet darauf hin, dass der Nutzen der aufwendigeren Fertigung wohl nicht den gewünschten Effekt erbracht hatte. Einige dieser Uhren wurden auch an Dienststellen in der DDR geliefert.

Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, stellt den derzeitigen Kenntnisstand dar und wird, wenn neue verifizierbare Erkenntnisse vorliegen, entsprechend ergänzt.

Literatur:

 

  • „Die Entwicklung der Glashütter Uhrenindustrie“  Autor Ing. Helmut Klemmer u. Edith Klemmer Fachzeitschrift: Uhren und Schmuck 1/1979 bis 4/1980
  • Marine-Navigationsuhren und Luftwaffen-B-Uhren: A. Lange & Söhne, Beobachtungsuhr Kaliber 48 Autor: Waldemar Becker, Chronos- Abonnementen- Beilage 'Klassik Uhren“ Heft 4/1998
  • Jörg Hein: 'Ein Torpedoboot-Chronometer Kal. 48 T von A. Lange und Söhne aus dem Jahre l944 'Alte Uhren und moderne Zeitmessung', Nr. 2 1989 Verlag Georg D. W. Callway, 8000 München
  • Marine-Chronometer aus Glashütte, Autor; Christian Schmiedchen; Uhren-Journal für den Sammler...; Heft 8/1991 
  • Material- und Warenprüfung in der DDR - Anspruch und Wirklichkeit; Verl.Beuth Wissen; Autoren: G. Fuhrmann, H. Jablonski, H.- H. Lehndecke, J. Thiele, L.-P. Wagenführ ISBN 978-3-410-17748-7
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Aktualisiert 21.09.2017

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild  mit Video hinterlegt
Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild mit Video hinterlegt

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