GUB Kaliber 60.2 Güteuhr

 

  • Herstellungsjahr: 1954 - 1960
  • Werkdurchmesser: 12 ½''' = 28 mm
  • Werkhöhe: 4,3 mm
  • Werkaufbau: Platinenwerk mit Grundplatte, Federhausbrücke, Räderwerkbrücke, Ankerkloben, Unruhkloben.
  • Aufzug: Kupplungsaufzug mit 4-Loch Winkelhebelfeder
  • Hemmung: Palettenankerhemmung
  • Unruh: Monometallische vergoldete Schraubenunruh mit 16 Gewichtsschrauben und Flachspirale
  • Steine: 16 oder 18
  • Stoßsicherung: ohne und mit Incabloc
  • Reglage: freier Rückerzeiger
  • Sekunde: dezentral bei 6
  • Stückzahl: 10.900
  • Preis: 180,- bis 226,- M
  • Besonderheiten: Gütezeichen Q, vergoldete Schraubenunruh, Glashütter Sonnenschliff auf Kron- und Sperrrad, teilweise Lagersteine in Goldchatons 
GUB Güteuhr Kaliber 60.2 bekannte Ausführungsvarianten
16.Steine Goldchatons ohne Stoßsicherung
16.Steine Goldchatons mit Stoßsicherung
18 Steine ohne Chatons ohne Stoßsicherung
18 Steine ohne Chatons mit Stoßsicherung

Modellbeispiele der Werkausführungen

Modellbeispiele der GUB Güteuhr Kaliber 60.2

GUB Güteuhr Kaliber 60.2 in einem importierten, vergoldeten Gehäuse

Bei der hier gezeigten Herrenarmbanduhr mit dem bereits 1951 geschaffenen DDR Gütezeichen Q handelt es sich um die 18-steinige Güteuhr vom Kaliber 60.2 mit Incabloc-Stoßsicherung, die vom VEB Glashütter Uhrenbetriebe in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre gefertigt wurde. Die mit 20 Micron vergoldeten Messinggehäuse mit Edelstahlschraubboden wurden aus Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland von den dafür zuständigen Außenhandelsorganen in die DDR eingeführt. Das war trotzt chronischem Devisenmangel notwendig, da es damals in der DDR noch keine der Fertigungskapazität adequate Gehäusefertigung gab. Eine leistungsfähige Gehäusefertigung wurde erst im Rahmen der "Störfreimachung" zu Beginn der 1960-Jahre in Weimar geschaffen. Mit einem EVP von um die 200,- Mark kostete eine solche Uhr damals schon mal knapp die Hälfte eines monatlichen Durchschnittseinkommens der DDR.

Originalprospekt für das Güteuhrkaliber GUB 60.2

Die in den Prospekten gezeigten Modelle ermöglichen es festzustellen, welche Zeigerformen zu welchen Zifferblattdesign und welches Zifferblatt mit welchem Gehäuse von den GUB werkseitig gefertigt worden sind.

Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, stellt den derzeitigen Kenntnisstand dar und wird, wenn neue verifizierbare Erkenntnisse vorliegen, entsprechend ergänzt.

Literatur:

  • „Die Entwicklung der Glashütter Uhrenindustrie“  Autor Ing. Helmut Klemmer u. Edith Klemmer
  • Fachzeitschrift: Uhren und Schmuck 1/1979 bis 4/1980 
  • Mechanische Armbanduhren aus Glashütte 1950 - 1980; Autor: Werner Heinrich; Callwey Verlag; ISBN 3766717197
  • Sächsisches Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden, Postfach 100444
  • Glashütte Sachsen - 1506 bis 2006 500 Jahre Stadtgeschichte, Autorengemeinschaft
  • Eigenvertrieb Stadtverwaltung Glashütte
  • ISBN: 3-937951-31-8
  • Glashütter Armbanduhren II; Autor: Kurt Herkner; Herkner Verlags GmbH; ISBN 3-924211-06-X
  • Material- und Warenprüfung in der DDR - Anspruch und Wirklichkeit; Verl.Beuth Wissen; Autoren: G. Fuhrmann, H. Jablonski, H.- H. Lehndecke, J. Thiele, L.-P. Wagenführ ISBN 978-3-410-17748-7

Aktualisiert 19.11.2017

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild  mit Video hinterlegt
Deutsches Uhrenmuseum Glashütte - Das Bild mit Video hinterlegt

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